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- Weihnachtsgedichte und Weihnachtslyrik -

Weihnachten naht - Die Vorweihnachts- und Adventszeit ist eine schöne und besinnliche Zeit. Lassen Sie sich nicht von der allgemeinen Hektik mitreißen. Lehnen Sie sich zurück und geniessen sie den Duft von Zimt und Orangen - von Glühwein und Punsch - oder die Wärme des knisternden Kaminfeuers. Gönnen Sie sich hin und wieder diese Auszeit. Dann kann das Weihnachtsfest bald kommen. Nehmen Sie sich ein gutes Buch zur Hand oder stöbern Sie auf diesem Internetportal. Wir wünschen Ihnen viel Freude auf dieser Seite und natürlich auch eine besinnliche und fröhliche Weihnachtszeit für die Familie und ihren Freunden! Die nun folgenden Weihnachtsgedichte sind absolut gratis und die private Verwendung ist mit keinerlei Kosten verbunden. Sie sind ideal geeignet für die Verwendung auf ihren Weihnachtskarten für ihre lieben Angehörigen, Verwandten und Freunde.

Weihnachten - Engel mit Pfeil und Bogen

Die Weihnachtsüberraschung
(Heiner Hessel)


Schmückt sich der Wald im Winterkleid
denk' ich an meine Kinderzeit.
Wie pochten damals uns're Herzen
am Weihnachtsbaum im Glanz der Kerzen.

Wir Kinder aus der Nachkriegszeit,
wir kannten noch Bescheidenheit.
Am Weihnachtsbaum bei Stern und Kugeln
hing damals kein so'n Ding zum Googeln.

Hier schmückte man noch gut und gerne
den Baum mit Mandelkern und Sterne,
mit Nüssen, Äpfeln, sonst noch was,
auf jeden Fall mit Kinderspaß.

Ein Äpfelchen mit roten Wangen
erweckte damals mein Verlangen.
Als meine Mutter weggesehen,
da konnt' ich nicht mehr widerstehen.

Es quälte mich zwar mein Gewissen,
hab' trotzdem kräftig rein gebissen.
Doch drinnen saß 'ne dicke Made...
schade.


Wiegenlied
(Clemens von Brentano, 1778 - 1842)


Hier unterm Turme
hier wehet kein Wind,
hier betet die Mutter
und wieget ihr Kind,
und hat von der Wiege
zur Krippe ein Band
von Glaube und Hoffnung
und Liebe gespannt...

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Adventszeit
(©Anita Menger 2009)


Es ist Advent auf uns´rer Welt -
der Lichter Glanz die Stadt erhellt -
wir schmücken bunt das Tannengrün
und rote Weihnachtssterne blüh´n.

Wir backen und sind frohgestimmt -
es riecht nach Anis, Nelken, Zimt -
nach Früchtebrot und Marzipan -
das Selbstgeback´ne kommt gut an.

Denn Naschkätzchen sind niemals weit -
und zum Probieren gern bereit.
Die Kleinen fragen aufgeregt -
was ´s Christkind untern Baum wohl legt?

Die Spannung steigt - wann ist´s soweit?
Nicht schnell genug vergeht die Zeit.
Jedoch viel schneller als man denkt -
die vierte Kerze plötzlich brennt.

Schon bald darauf die Glocke klingt -
"Vom Himmel hoch"; man fröhlich singt
und Jesu Christ ist uns ganz nah -
der Heilig Abend ist nun da.


Das Weihnachtsfest
(Theodor Storm)


Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht

Mir ist das Herz so froh erschrocken.
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
Anbetend, staunend muß ich stehn;
Es sinkt auf meine Augenlider
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl's, ein Wunder ist geschehn.


Die Bescherung
(Reinhard Blohm - Brettin 1999)


Der Tag ist noch dunkel, die Straßen glänzend nass.
Erwartend, im Lampengefunkel, die Menschen in Eile und Hast.

Das Kaufhaus: schlingender Rachen, herrlich' Güter schwer;
Volle Körbe - neue Kleider, doch das Herz ist leer!

Ich sinke schwer in den Sessel, die Kugeln funkeln am Baum.
Plötzlich ein warmer Hauch im Nacken: ist es nur ein Traum?

Dein Kuss spricht vom Heute und Morgen, leise perlt der Wein.
Fort die unnütz frühen Sorgen, war ich je allein!

Sterne fallen dicht vom Himmel, leicht vom Lichtergold benetzt.
Fern ein Kinderlachen, kündet vom Weihnachtsfest!


Die stillen Tage
(©Anita Menger 2009)


Wir backen Plätzchen – hören Weihnachtslieder,
vier Kerzen schmücken unsren grünen Kranz.
Die stillen Tage - sie beginnen wieder,
die Welt erstrahlt im hellen Lichterglanz.

Verzaubert lauschen Kinder den Geschichten
von Jesu Christ - geboren einst im Stall.
Von seinen Wundern weiß man zu berichten,
sein Tun wirkt weiter hier und überall.

Zu seiner Ehr´ wird Geben groß geschrieben -
an Einsame und Kranke man jetzt denkt.
Man ist bereit den Nächsten auch zu lieben
und wird durch frohe Augen reich beschenkt.

Ach, dass der Frieden dieser stillen Tage
uns Menschen doch durchs ganze Leben trage.

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Der Engel
(Henry von Heiseler, 1875-1928)


Ich sprach: wer warnt mich in der Not der Stunde? -
Und Er: das Licht erstrahlt zur rechten Zeit.
Ich sprach: wie komm ich zu so hohem Bunde? -
Und jener: frage nicht. Sei nur bereit.

Kennst du den Traum, der uns von je beirrte? -
Ich weiss, ihr seid von Lockung hart bedrängt.
Verdient nicht Tod, wer allzu niedrig irrte? -
Die Himmelsliebe richtet nicht, sie schenkt.

Warum die Angst endlos? Warum das Grauen? -
Endlos in Wahrheit einzig ist das Licht.
Wenn ich dir folge, werd ich es erschauen? -
Schon liegt sein Glanz auf deinem Angesicht.

So trag ich schon das Licht in meinem Leben? -
Im Kern, den du mit Traumgewirk umsponnst.
Nichts muss ich tun, als nur die Hände heben? -
Was sonst als nur dies Eine! Was denn sonst? -


Das Wunder der Heiligen Nacht
(Friedrich von Bodelschwingh, 1831-1910)


Weihnachten ist das große Wunder
der vergebenden Gnade Gottes
den verlorenen Leuten bietet ER ewiges Leben.
Das ist das Wunder der Heiligen Weihnacht,
dass ein hilfloses Kind unser aller Helfer wird.
Das ist das Wunder der Heiligen Nacht,
dass in die Dunkelheit der Erde die helle Sonne scheint.

Das ist das Wunder der Heiligen Nacht,
dass traurige Leute ganz fröhlich werden können.
Das ist das Wunder der Heiligen Nacht:
Das Kind nimmt unser Leben in seine Hände,
um es niemals wieder loszulassen.


Das Kindlein
(Alter Weihnachtsspruch)


Das Kindlein, das Maria hält,
ist Gottes Sohn, der Herr der Welt,
gebor'n so arm auf Erden.

Es kommt zu uns das heil'ge Kind,
die wir so arg verworren sind
in Not und viel Beschwerden.

Der Heiland ist es und der Held,
der wider alle Feind sich stellt
auf dieser dunklen Erde.

Und wer es mit dem Kinde wagt,
am Ende muß ganz unverzagt,
sehr stark und fröhlich werden.


Weihnachtszauber
(©Anita Menger 2009)


Bei frostig kalter Winterluft
träum ich vom süßen Tannenduft
und warmen Kerzenschein.
Vom leisen Fall der weißen Flocken
dem hellen Klang der Weihnachtsglocken
und möchte Kind noch sein.

Mit Ungeduld und voller Freud´
erwarten was die Weihnachtszeit ...

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Die heilige Nacht
(Eduard Mörike)

Gesegnet sei die heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht! -

Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar,
mit seinem Gruß tritt auf sie dar...

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Rauhreif vor Weihnachten
(Anna Ritter)


Das Christkind ist durch den Wald gegangen,
sein Schleier blieb an den Zweigen hangen,
das fror er fest in der Winterluft
und glänzt heut morgen wie lauter Duft.

Ich gehe still durch des Christkinds Garten,
im Herzen regt sich ein süß Erwarten:
Ist schon die Erde so reich bedacht,
was hat es mir da erst mitgebracht!

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Im Advent
(Reinhard Blohm - Brettin 2003)


Einen Kranz will ich dir flechten, aus immergrünem Tannenzweig,
Kerzen sollen ihn schmücken, den Kreis aus Liebe und Verzeih'n.

Vier Kerzen sind vier Wochen - dann ist Weihnachtszeit.
Kinderherzen schneller pochen: "Mama, wann ist es so weit?"

Still sinkt die Nacht hernieder, nur ein einzig Lichtlein brennt.
Herzen summen Weihnachtslieder, Hoffnung, Freude im Advent.

Das letzte Lichtlein ist erloschen, nur die Sterne halten Wacht;
Im Dome ruhen noch die Glocken, bis zur kommend Heilig Nacht.

Einen Kranz wir wollen flechten, aus immergrünem Tannenzweig.
Vier Kerzen sollen ihn schmücken, und keiner ist heut' allein!


Wunschzettel des Herzens
(© Katja Heimberg)


In meinem immer wiederkehrenden Traum
ist die Freundschaft mein Gast und der Frieden
ist dein Wunsch.
Zusammen schenken wir der Welt
für dieses ganz besondere Weihnachtsfest
Zufriedenheit.


Heilig Abend will es werden
(©Anita Menger 2009-11-26)

Heilig Abend will es werden
Hört den hellen Klang der Glocken
Winterlich ist es auf Erden
Sanfter Fall der weißen Flocken.

Hört den hellen Klang der Glocken...
Seht den Glanz der Weihnachtslichter
Sanfter Fall der weißen Flocken
Freudestrahlende Gesichter.

Seht den Glanz der Weihnachtslichter
Bunt geschmückte Tannenbäume
Freudestrahlende Gesichter
Gern erfüllte Kinderträume.

Bunt geschmückte Tannenbäume
Winterlich ist es auf Erden
Gern erfüllte Kinderträume
Heilig Abend will es werden.


Weihnachtsschnee
(Paula Dehmel, 1862-1918)


Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,
Es riecht nach Weihnachtstorten;
Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
Und bäckt die feinsten Sorten.

Ihr Kinder, sperrt die Augen auf,
Sonst nehmt den Operngucker:
Die große Himmelsbüchse, seht,
Tut Ruprecht ganz voll Zucker.

Er streut - die Kuchen sind schon voll -
Er streut - na, das wird munter:
Er schüttelt die Büchse und streut und streut
Den ganzen Zucker runter.

Ihr Kinder sperrt die Mäulchen auf,
Schnell! Zucker schneit es heute;
Fangt auf, holt Schüßeln - ihr glaubt es nicht?
Ihr seid ungläubige Leute!


Christbaum
Peter Cornelius (1824-1874)


Wie schön geschmückt der festliche Raum!
Die Lichter funkeln am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!

Die Mutter sitzt in der Kinder Kreis;
nun schweiget alles auf ihr Geheiß:
sie singet des Christkinds Lob und Preis.

Und rings, vom Weihnachtsbaum erhellt,
ist schön in Bildern aufgestellt
des heiligen Buches Palmenwelt.

Die Kinder schauen der Bilder Pracht,
und haben wohl des Singen acht,
das tönt so süß in der Weihenacht!

O glücklicher Kreis im festlichen Raum!
O goldne Lichter am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!

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Der Winterabend
(Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874)


Der Winterabend, das ist die Zeit
der Arbeit und der Fröhlichkeit.
Wenn die andern nähen, stricken und spinnen,
dann müßen wir Kinder auch was beginnen;
wir dürfen nicht müßig sitzen und ruhn,
wir haben auch unser Teil zu tun.
Wir müßen zu morgen uns vorbereiten
und vollenden unsere Schularbeiten.
Und sind wir fertig mit Lesen und Schreiben,
dann können wir unsere Kurzweil treiben...
Und ist der Abend auch noch so lang,
wir kürzen ihn mit Spiel und Gesang.
Und wer ein hübsches Rätsel kann,
der sagts, und wir fangen zu raten an.


Heilige Nacht
(Betti Fichtl)


Sternennebel
über Schneefelder
und Täler
in den Gesängen
des Windes.

Als wären
sie voller Engel
die schweben nieder
und segnen

Ein Licht
leuchtet
in die
Heilige Nacht
nach dem
vergangenen Trubel.


Der Weihnachtsbaum
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)


Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.

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Weihnacht
(Joseph Freiherr von Eichendorff)


Markt und Strassen steh'n verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh' ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm gechmückt,
Tausend Kindlein steh'n und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in's freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern !
Wie so weit und still die Welt !

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit !


Weihnachtsmarkt
(Trutzhart Irle)


Wieder hat die Weihnachtszeit
unbarmherzig zugeschlagen,
und nun sieht man weit und breit
alle schwere Taschen tragen.

Ein Gewimmel wie noch nie
schiebt sich durch die engen Gassen.
Selbst im Pferch das liebe Vieh
würde hier vor Neid erblassen...

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Weihnachtswundertraum
(©Anita Menger 2009)


Wir staunen und sind hell entzückt
wie herrlich ist der Markt geschmückt.
Und mittendrin bestrahlt von Licht
das Christkind seine Botschaft spricht.

Ein Chor das Weihnachtslied anstimmt
der Zauber uns gefangen nimmt.
Hier um den großen Tannenbaum
lebt er – der Weihnachtswundertraum.

In uns das Kind erwachen will -
das sich noch heute – wenn auch still
auf´s weihnachtliche Wiegenfest
von Herzen freut – wenn man es lässt.

Lasst es nur zu – habt doch den Mut
das „Kind sein“ tut uns allen gut.
Vergesst den Stress – nur Menschlichkeit
ist Trumpf - in dieser stillen Zeit.

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Vom Christkind
(Anna Ritter)


Denkt euch,
ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Naschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh;
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her -
was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack -
meint ihr, er wäre offen, der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss was Schönes drin:
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen! ...


Das Weihnachtsbäumlein
Christian Morgenstern (1871 - 1914)


Es war einmal ein Tännelein
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
Das war am Weihnachtsfest so grün
als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stands im Garten unten,
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden.
die grünen Nadeln warn'n verdorrt,
die Herzlein und die Kerzlein fort.

Bis eines Tags der Gärtner kam,
den fror zu Haus im Dunkeln,
und es in seinen Ofen nahm -
Hei! Tats da sprühn und funkeln!
Und flammte jubelnd himmelwärts
in hundert Flämmlein an Gottes Herz.


Gedanken zur Adventszeit
(Trutzhart Irle)

Nun läßt der Winter grüßen;
gar manchen war schon flau,
denn neben kalten Füßen
wird auch die Nase blau.

Schon zeigt die schlanke Tanne
sich im bereiften Kleid;
die Äpfel in der Pfanne
verkünden Weihnachtszeit...

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Winternacht
(Christian Morgenstern)

Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum.
Und es war einmal eine Flocke,
die fiel dazu wie im Traum.

Die fiel dazu wie im Traum....
Die sank so leis hernieder
wie ein Stück Engleingefieder
aus dem silbernen Sternenraum.

Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum.
Und dazu fiel eine Flocke,
so leise wie im Traum.

So leis als wie ein Traum.
Und als vieltausend gefallen leis,
da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.

Da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.


Weihnacht? - Weihnacht!
(Eingesendet und Copyright bei Gunda Jaron)

Weiße Weihnacht? - Ach wie herrlich.
Glatte Straßen - Zu gefährlich.

Spaziergang durch den Winterwald...
Ohren, Nase, Füße: kalt.

Geschenke kaufen für die Lieben?
Keine Wunschzettel geschrieben! ...

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Weihnachtsbäume
(Nach einer wahren Gegebenheit)
(Trutzhart Irle)

Der Kinder meistgeträumte Träume
betreffen bunte Weihnachtsbäume.
So sieht man vor den Feiertagen
die Väter durch die Gegend jagen,
um noch mit einem möglichst raschen
un dflotten Entspurt zu erhaschen,
was Leute, eifrig wie die Raben,
noch gnädigst stehen lassen haben...

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Oh schöne, herrliche Weihnachtszeit
(Hoffmann von Fallersleben)

Oh schöne, herrliche Weihnachtszeit,
was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
es kommt der heilige Christ hinein,
Und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.
Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Darum lasst uns freu'n und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein.

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Gesegnete Weihnacht!
(© Katja Heimberg)

Die Lichtlein in unseren Herzen
brannten
so voller Liebe
und Nächstenliebe.
Ganz feierlich
und friedlich
schoben Engel uns
Botschaften von Gott zu.


Knecht Ruprecht
(Theodor Storm)

Von drauss' vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!

Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen;

Und droben aus dem Himmelstor
sah mit grossen Augen das Christkind hervor;

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Weihnachten (etwas Andächtiges)
(Eingesendet von Herrn Haider)


Wenn man all’ das Elend auf Erden spürt,
fragt man sich: Wohin mein Weg denn führt?
Kann sein, die Hoffnung beginnt zu sinken,
über diese Welle des Übels, in der man droht zu ertrinken.

Jeder sollte nach Vorsätzen trachten,
Gutes Werk’ zu tun, wie andere vor uns schon vollbrachten.

Und nicht glauben, dass solch’ Tun immer einfach sei,
mit ehrlichem Willen sei nur dabei.

Und vielleicht stellt ein sich jenes Gefühl,
das dich zu einem guten Menschen macht,
der anderen hilft und niemandem schaden will.
Das ist der Sinn dieser und wohl jeder Weihnacht.

Aus diesen Worten die Quintessenz,
drängt ein Gebot mit steter Präsenz:
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Die Vorstellung, dass jeder an diese paar Worte sich hält,
lässt erahnen, dass dann der Friede einkehrt auf dieser Welt.


Vers zum Advent
(Theodor Fontane, 1819-1898)

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Laßen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

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Christkindchen
(Anna Ritter)

Wo die Zweige am dichtesten hangen,
die Wege am tiefsten verschneit,
da ist um die Dämmerzeit
im Walde das Christkind gegangen.

Es mußte sich wacker plagen,
denn einen riesigen Sack
hat's meilenweit huckepack
auf den schmächtigen Schultern getragen.

Zwei spielende Häschen saßen
geduckt am schneeigen Rain.
Die traf solch blendender Schein,
daß sie das Spielen vergaßen.

Doch das Eichhorn hob schnuppernd die Ohren
und suchte die halbe Nacht,
ob das Christkind von all seiner Pracht
nicht ein einziges Nüßchen verloren.


Vorfreude
(Gerald Baxmann)

Kinderlachen, Fröhlichkeit,
Unbeschwertheit, kleines Glück,
Weihnachtsträume, weite Welt,
rosa Brille, Taschengeld,
Kullertränen, Lieblingsstück,
Weihnacht in der Kinderzeit,
schönste Zeit, kehrt nie zurück.


Bunte Scheiben
(Reinhard Blohm - Brettin 2005)

Ein alter Mann geht durch die Straßen, das Gesicht so nass vom schmelzend Schnee.
Sein Blick dringt durch die bunten Scheiben, ach' wie schamhaft, zögernd,
steht dort das blutjunge Paar, "Großeltern sollt ihr im Balde werden,
Vater, Mutter, eure Hände, wir es erbitten, reicht sie uns nun dar! ...

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Der Weihnachtsmann
(Ute Deisinger)

Ich hab den Weihnachtsmann getroffen,
ich glaube fast er war besoffen.
Er torkelte durch den weißen Schnee,
dann fiel er hin – oh jemine!
Weihnachtsmann, was machst du bloß für Sachen!
Es ist doch wahrlich nicht zum Lachen,
schimpfte die Frau Krause.
Die Kinder warten doch zu Hause
und du liegst hier mit den Geschenken.
Ich will gar nicht weiter daran denken
wie traurig Kinderaugen sind.
Weihnachtsmann, du warst doch auch einmal ein Kind!
Ein kleines Mädchen, etwa zehn
blieb an meiner Seite stehn
und sah mich mit fragenden Augen an:
„kommt heute nicht der Weihnachtsmann?“
„Doch, mein Kind. Er hat soviel zu tun.
Deshalb muss er jetzt ein wenig ausruhn.“
Ich sah dem Weihnachtsmann ins Gesicht,
doch dieser aber rührte sich nicht.
Schnell bückte ich mich zu ihm hinab
und nahm aus dem Geschenkesack ein kleines Spielzeug
und drückte es dem Mädchen in die Hand.
„Danke“, sagte es und verschwand.
Ein Weihnachtsmann lag im Schnee,
das Herz tat ihm schon lange weh.
Ein junger Mann blieb stehn und sagte laut:
„Nicht jeder der am Boden liegt, ward vom Alkohol besiegt.“
Ich wünsche allen Menschen hier auf Erden,
möge es ein friedliches Weihnachten werden!“
Noch eine Weile blieb ich stehen,
dann wusste ich meines Weges zu gehen.
Ich nahm den Sack vom Weihnachtsmann
und kam noch pünktlich zur Bescherung an.

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Besinnlichkeit im Advent
(F. Harloth - 2005)


Unaufhaltsam brechen an
des Jahres letzte Tage
und fesseln uns in ihren Bann,
Keiner sich erwehren kann
der vorfestlichen Plage:
„Was schenk ich?“ – ist die Frage!

Menschen seh‘ ich eilen, hasten,
in Geschäfte laufen
und tragen große schwere Lasten,
finden keine Zeit zum Rasten,
keine zum Verschnaufen,
wollen viel noch kaufen.

Ich lass mich vom Gehetze nicht
erfassen und verdrießen,
such stattdessen Zuversicht
und in der Kerze hellem Licht,
werde ich beschließen,
Adventszeit zu genießen.


Nikolausabend in meinen Gedanken
(Ingeborg Vossen - 2009)


Erwartungsvoll und zu neuen Untaten bereit,
ich freu mich immer wieder auf die Weihnachtszeit!
Ich kann wieder Kind sein, denke an früher zurück,
als noch die Mandarinen selber sorgten, für mein größtes Glück.

Heute wünscht man sich viele andere Sachen,
fragt sich nur. ob die wirklich glücklich machen?
Damals fielen draußen über Stunden dicke Flocken,
als wir Kinder gespannt vor dem warmen Ofen hocken.

Vater liest ein Weihnachtsmärchen, als es zu dämmern begann,
irgendwo knackt etwas, „Ist das vielleicht der Weihnachtsmann?“
Plätzchenduft in der Nase, der sich im Haus verbreitet im Nu,
Mutter fragt leise: „und was ist mit Deinem Schuh?“

Geputzt und blank stehen alle dicht an dicht
und jeder denkt, hoffentlich übersieht er meinen nicht.
Noch zweifelt jeder, war ich wirklich immer lieb?
Welch ein Glück, dass Mutter den Wunschzettel schrieb.

Es ist schon spät, viel dunkler als an anderen Tagen,
heut bleiben wir wach, müssen gar nicht lange fragen.
Und dann hören wir das Klopfen, jemand räuspert sich,
die Kleinen kriechen aus Furcht unter den großen Tisch.

Der Knecht mit der Rute und Nikolaus stehen mitten im Raum,
man weiß nicht, ist es Wirklichkeit oder ein schöner Traum.
Wir hatten schon Sorge, ob er die Rute wirklich benutzt?
Da fragt Nikolaus: “Hast Du Dir am Abend die Zähne geputzt?“

Zu jedem von uns liest er aus dem goldenen Buch was vor,
und bei mir denke ich, alles gelangt dann wohl nicht an sein Ohr?
Das Licht geht an und plötzlich helles Kinderlachen,
alle freuen sich über ihre tollen Sachen.

Schokolade mit Nikolauspapier, Äpfel so rot wie unsere Wangen,
die zwei Jüngsten spielen mit einem Auto „Fangen“.
Mutter ist erleichtert und froh und Papa kommt endlich zurück vom Klo!

Damals war alles ohne Schnörkel und irgendwie stiller als heut`
Ach, wie schön war diese Kinderzeit.


Für Weihnachten
(Ute Deisinger)


Geschenke hin, Geschenke her,es ist mit Stress verbunden.
Man überlegt was Freude macht, schon Wochen, Tage, Stunden.
Die Mutter wünscht sich lange schon einen feschen Schwiegersohn.
Der Vater träumt dagegen von einer schönen Fahrt nach Schweden.
Mein Bruder, wie könnt es anders sein, hat einen Wunsch ganz klitzeklein.
Nur einmal möchte er ganz oben stehn
auf der Himmelsleiter und sich dann unsere Welt besehn.
Und dann der Opa, wunderbar, bescheiden wie im letzten Jahr.
"Schenk mir eine Pudelmütze und wenn ich darin einmal schwitze,
denk ich stets daran, es ist ein Geschenk vom Weihnachtsmann!"
Für Oma hab ich was entdeckt, was ihr seit vielen Jahren schmeckt.
Hallorenkugeln aus der alten Zeit soll´n sein.
Hmm, die schmecken wirklich fein!
Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Ich finde alle Wünsche toll!
Doch nen Schwiegersohn und Schweden?
Diese Wünsche! Ich bin dagegen!
Wenn diese im Verborgenen blühn,
werden sie nie von dannen ziehn.
Vom hohen Kirchturm unserer Stadt
kann mein Bruder sehen, was sie so zu bieten hat.
Mein Wunschzettel aber bleibt weiter leer,
ich habe keine Wünsche mehr.
Ich bin glücklich und zufrieden,
wenn wir uns in den Armen liegen.
Dann ist Weihnachten auch ohne große Geschenke schön,
weil wir schon immer zueinander stehn.


Advent
(Helga Weber)


die erste Kerze brennt am Kranz
wir machen keinen Freudentanz
eher gehen wir auf Distanz
von den vielen Partymeilen
die uns jeden Tag ereilen
statt dessen wolln wir lieber teilen
mit den Armen dieser Welt
um die es nicht so gut bestellt
letztendlich ist’s doch das, was zählt.


Adventwunder
(Eingesendet von Sonja Pusam)


Was mir heut passiert is - i kann's gar net fassen!
A Autofahrer hat mit umigehn lassen!
Aufs Hupen und Schrei'n hat der Mensch ganz vergessen,
is freundlich uns till hintern Lenkradel g'sessen.
I deut' auf mein Kopf, denn i hab mi nur g'wundert,
dass' so was no gibt in unsern Jahrhundert!

Und no ws i g'schehn heut. I kann's gar net glauben:
Der "Pomeisl" - mir san ja bös weg'n die Tauben,
er wohnt ober mir, und des boshafte Luader
streut Sommer und Winter am Fensterbrett Fuader -
der grüßt heut scheißfreundlich: "Gelns, grauslich, die Patzen!
I füader jetzt nur merh im Stadtpark die Spatzen."

Beim Bäcker hat mi ane vualassen wollen,
mein Freundin is kummen, die Schulden mir zohlen,
die Straßenbahn bleibt weg'n mir sogar stehn,
a fremde Frau grüaßt mi - i hab s' no nie g'sehn -
wo san ma? Was ist denn?
Es weihnachtlt sehr!
Aber nur a paar Tag. Und des is des Malheur.


Der Engel Ute
(Monika Höhne)


Dem Weihnachtsmann - das ist bekannt -
gehn viele Engelchen zur Hand.
Nie käme er zur rechten Zeit,
gäb‘ es da nicht die Teamarbeit.
Doch diesmal hat er Pech, der Gute,
neu ist im Team der Engel Ute.
Die prüfen boshaft diese Neue,
ob sie auch keine Arbeit scheue.
Vergnüglich ruht die Engelschar,
die Neue will was tun, nicht wahr?

„He, Ute, pack Geschenke ein
und schreib die Namen nicht zu klein!“
Die Ute strengt sich furchtbar an.
Doch ehe alles recht getan,
da ruft man wieder: “Ute, Ute!
Wir brauchen Reisig für die Rute!“
Das Engelchen schaut nun geschwind,
ob es im Walde Zweige find,
und ehe es ein Reis geknickt.....
„Mensch, Ute, bist du denn verrückt!“

„Hier gibt‘s für‘s Fest noch mehr zu tun.
Hör endlich auf, dich auszuruhn.
Der rote Mantel, der hat Flecken -
mal schnell noch in den Zuber stecken!
Und nicht im Waschraum überwintern!
Nun flatter mal, beweg den Hintern!
Vergiß die Stiefel nicht im Schrank.
Polieren! Aber blitzeblank!
Und danach schmückst du noch den Baum.“
Da steht der Weihnachtsmann im Raum.

Der rote Mantel ist noch feucht,
für‘n Trockner hat es nicht gereicht.
Die Päckchen sind zwar hübsch und groß,
doch leider sind sie namenlos.
Er zieht die stumpfen Stiefel an.
(Mit Putzen war die Ute dran.)
Und wo, ihr Engel ist die Rute?
Und wieder zeigt man auf die Ute.
Wenn dein Geschenk das falsche war,
hat Ute schuld, das ist doch klar.


Es ist Weihnachtszeit
(©Patty Patrick, Dezember 2007)


Wenn sich die Parteien streiten,
nur, weil sie auf Prinzipien reiten,
sich schlimmer als die Affen fetzen
und gegen alle Anderen hetzen.
Dann fragt man sich, wo ist der Sinn
und wo der Verstand der Beteiligten hin.

So benehmen sich, ihr lieben Leute,
keine Menschen, sondern Mob und Meute.

Dabei ist jetzt Weihnachtszeit,
eine Zeit des Friedens und der Freud.

Keiner kann den Anderen leiden,
sucht nach Gründen, zu vermeiden,
auf den Anderen zuzugehen,
um die Welt aus seiner Sicht zu sehen.

Dabei ist jetzt Weihnachtszeit,
eine Zeit des Friedens und der Freud.
Die wir Christen feiern und auch achten
und zum Fest der Feste machten.

Statt die Pflicht der Menschenliebe
auch dem Nächsten zu erweisen,
gibt es stets nur Seitenhiebe,
um die die Gedanken kreisen.

Dabei ist jetzt Weihnachtszeit,
eine Zeit des Friedens und der Freud.
Zurückzukehren zu Harmonie und Stille
ist Christenpflicht, so ist es Gottes Wille.

Keiner heut’ ist ohne Sorgen,
Mancher fürchtet sich vor morgen.
Jeder braucht den Anderen doch,
fällt sonst in ein tiefes Loch.
Und der eigentliche Sinn im Leben
ist, nicht nur zu nehmen, auch zu geben -
das, was für uns selber zählt,
uns in so manchem Tagestrott auch fehlt.

Dafür ist die Weihnachtszeit
gerade richtig für Frieden und Freud.
Dass wir uns darauf wieder einmal besinnen
und auch dem Nächsten Freude bringen.

Nur ein freundliches Gesicht
hat den Glanz der Zuversicht.
Bringt uns nicht nur Selbstvertrauen,
lässt auch Andere darauf bauen.

Gemeinsam sind wir stark und wichtig,
machen unsere Sache richtig.
Denn ein Streit in unserer Mitte
freut am Ende oft nur Dritte.
So werden unsere Ziele, die wir streben zu erreichen
eher Misserfolgen weichen.

Nutzen wir die Weihnachtszeit
als Fest zum Frieden und der Freud.
Geben wir ein Stück vom Glück
auch an Andere zurück.

Zu den wunderbaren Gaben,
die wir Menschen alle haben,
zählt die Gabe zu vergeben
Fehler, die passier’n im Leben.

Lasst uns froh und munter sein
wie die Kinder, pur und rein.
Jeden an die Hand zu fassen
und den Anderen leben lassen.

Dafür gibt es viel zurück
jeden Tag ein kleines Stück.
Nur ein Lächeln, Freundlichkeit
das ist Teil der Weihnachtszeit.

Aber auch an anderen Tagen
ist es angebracht, zu sagen
„Wir sind alle Gottes Kinder“.
Keiner ist zu hoch, zu minder
um ihn zu achten und ihm zu zeigen,
dass wir zu Toleranz und zum Mensch sein neigen.

Das macht sie aus, die Weihnachtszeit,
das Fest des Friedens und der Freud.
Wir woll’n uns auf Gemeinsamkeit konzentrieren
und die christlichen Gebote nicht aus den Augen verlieren.

Ich wünsche Euch zu diesem Feste
von Herzen nur das Allerbeste.
Dazu die Einsicht, Anderen zu geben
was man sich selbst so wünscht im Leben.

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