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- Abschiedsgedichte -

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Gedichte zur Trennung und zum Abschied

Der Abschied von einem geliebten Menschen ist schmerzhaft und immer mit großen Gefühlen verbunden. Da ist es oft gut, wenn man ein bisschen stillen Trost erfährt. Auf dieser Seite finden Sie viele einfühlsame Gedichte zum Abschied, die Sie über den Verlust und dem Schmerz des lieben Menschens ein wenig hinweg helfen sollen. Weitere Gedichte zu diesem Thema finden Sie auch in der Rubrik "Trauer/ Kondolenz".
Alles Gute


Laß mein Aug ...
(von Johann Wolfgang von Goethe)


Laß mein Aug den Abschied sagen,
den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen!
Und ich bin doch sonst ein Mann.

Traurig wird in dieser Stunde
selbst der Liebe süßtes Pfand,
kalt der Kuß von deinem Munde,
matt der Druck von deiner Hand.

Sonst, ein leicht gestohlnes Mäulchen,
o, wie hat es mich entzückt!
So erfreuet uns ein Veilchen,
daß man früh im März gepflückt.

Doch ich pflücke nun kein Kränzchen,
keine Rose mehr für dich.
Frühling ist es, liebes Fränzchen,
aber leider Herbst für mich!


Die letzte Stund
(eingesendet von I. Kunath)


Und weil dein Stund gekommen ist,
so heißt es heute Abschied nehmen.
Mit weisem Lächeln, leisen Tränen
wir uns nun in die Augen sehen.
So süß ist sie die letzte Stund,
sie nähret eine Ewigkeit
und bis in meines Herzens Grund
spür ich das ganze Erdenleid.


Tausend Küsse
(von Emanuel Geibel)

Viele tausend, tausend Küsse gib,
süß Liebchen, mir beim Scheiden!
Viel tausend Küsse, süßes Lieb,
geb ich zurück mit Freuden.

Was ist die Welt doch gar ohn' End
mit ihren Bergen und Meeren,
daß sie zwei treue Herzen trennt,
die gut beisammen wären!

Ich wollt, ich wär ein Vögelein,
da flög ich hoch im Winde
alle Nacht, alle Nacht im Mondenschein
zu meinem blonden Kinde.

Und fänd ich sie betrübt zum Tod,
da wollt ich mit ihr klagen;
doch fänd ich mein Röslein frisch und rot,
wie wollt ich jauchzen und schlagen!

Wie wollt ich mit dem süßen Schall
die stille Nacht durchklingen!
Im Busch, im Busch die Nachtigall
sollte nicht besser singen.

O tausend, tausend Küsse gib,
süß Liebchen, mir beim Scheiden!
Viel tausend Küsse, süßes Lieb,
geb ich zurück mit Freuden.


Abschied
(© Anita Menger)


Mir ist´s als wärst gerade du geboren,
noch kaum verklungen ist dein erster Schrei.
Dein Lachen war Musik in meinen Ohren,
die Jahre gingen viel zu schnell vorbei.

Schon bist bereit du deinen Weg zu gehen -
nimmst mutig in die Hände dein Geschick.
Ist auch der Weg ein Stückweit nur zu sehen
du strebst voran mit hoffnungsvollem Blick.

Es bleiben offen noch so viele Fragen -
was hält das Schicksal wohl für dich bereit?
Nur eins weiß ich mit Sicherheit zu sagen -
du bist willkommen hier zu jeder Zeit.

Mein Herz begleitet dich auf allen Wegen -
ich wünsch dir Glück mein Kind und Gottes Segen!


Abschied
(D.Schertel)


Still in meinem Herzen gefestigt
der Liebesschein ewiglich
wenn die Zeit einen kriegt,
verdunkelt es sich um mich.

Jeder Tag geht erneut einher,
der Inhalt voller Leere,
die Last der Trauer immer mehr,
zeigt die ungeheure Schwere.

Wenn einer des Scherzens wissen will,
so soll er Schlimmstes auf Erden fühlen...


Trennungsschmerz
(von I. Kunath)


Und wenn der Tag gekommen ist,
da wir uns trennen müssen,
ich dich in meine Arme zieh,
wir uns so lieblich küssen.
Der Trennungsschmerz auf dieser Welt
ist wahrhaft menschenfeind,
doch süß schmeckt er, da ganz gewiss
die Lieb uns doch vereint.

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Auf Wiedersehen du schöne Welt
(© Volker Harbecke)


Ich möchte mich jetzt verabschieden und werde jetzt gehen
Werde den Trott des alltäglichen entrinnen
Jeden Tag das Gleiche, nichts verändert sich
Wir haben aufgehört uns unsere eigene Welt zu bauen
Das Boshafte hat unsere Gedanken übernommen

Werde jetzt auf ein Schiff ohne Anker gehen
Werde ein Gipfel ohne Seil und ohne Absicherung besteigen
Werde Grenzen ohne Kontrollen überschreiten
Werde mich auf der Suche nach dem Besseren begeben
Werde nach der Seele suchen die wir verloren haben

Ein langer, beschwerlicher Weg liegt vor mir
Ich werde ihn gehen
Ich werde die Welt finden die zu mir passt
Ich werde dort alles finden was ich brauche und was ich liebe
Auf Widersehen du schöne Welt


Abschiedstrauer
(von Emanuel Geibel)


Das ist's, was an der Menschenbrust
mich oftmals läßt verzagen,
daß sie den Kummer wie die Lust
vergißt in wenig Tagen.

Und ist der Schmerz, um den es weint,
dem Herzen noch so heilig -
der Vogel singt - die Sonne scheint,
vergessen ist er eilig.

Und war die Freude noch so süß -
ein Wölkchen kommt gezogen,
und vom geträumten Paradies
ist jede Spur verflogen.

Und fühl ich das, so weiß ich kaum,
was weckt mir tiefern Schauer,
daß gar zu kurz der Freude Traum,
oder so kurz die Trauer?


Göttlich geborgen
(© Annette Andersen)


Wenn der Tag gekommen ist,
von einem geliebten Menschen
Abschied zu nehmen,
werden Engel an deiner Seite stehen.
Sie wiegen Gottes Hand,
die dich in deinem Schmerz trägt
und hüllen dich ein,
in den wärmenden Mantel
der Liebe.


Die schönste Stund
(von I. Kunath)


Die schönste Stunde meines Lebens,
sie war so süß, sie war so hold,
sie war gefärbt von Lieb und Güte,
war glänzender als pures Gold.
Sie ließ mich träumen, ließ mich lieben,
sie war so flüchtig wie der Schnee.
Ach, wär sie nur bei mir geblieben,
dann tät das Herze nicht so weh.

Doch danke ich aus Herzensgrund,
dass diese Stund zu mir gefunden
und plötzlich tut das Leben kund:
Solch Stunden ziehen ihre Runden.
Sie gehen, doch sie kommen wieder
und ganz gewiss die schönste Stund
ergießt sich über mich hernieder,
tut wieder ihre Liebe kund!


Engel
(© Volker Harbecke)


Du warst ein Engel mit einem weißen Kleid und mit schneeweißen Flügeln
du bist in unsere Herzen geflogen
du hast uns Hoffnung gegeben
du hast uns Zuversicht gegeben
du hast uns gezeigt was Liebe ist
Engel, fliege wieder.
Wünsche mir so sehr dich wieder zusehen
Hoffe so sehr dich eines Tages wieder zu treffen.

Ich bin ein Engel mit gebrochenen Flügeln
ich kann nicht mehr in die Herzen fliegen
kann keine Hoffnung geben und keine Zuversicht
kann keine Liebe mehr geben
kann einfach nicht mehr zeigen was Liebe ist
Ein Engel mit gebrochenen Flügeln kann nicht mehr fliegen

Ein Engel mit gebrochenen Flügeln ist Hoffnungslos und kann keine Liebe mehr verbreiten.


Nicht ohne dich!
( von Kathinka Zitz 1801-1877)


Auf den Wolken möcht' ich thronen,
Dort im lichten Feenland;
Wo die sel'gen Geister wohnen,
Fern vom eiteln Erdentand.
Lichte Engel würden schweben
Eng in Kreisen dann um mich; -
O, dort möcht' ich gerne leben,
Aber doch nicht ohne dich.

Wo die goldnen Sterne glänzen,
Und auf ewig grüner Flur
Charittinnen sich bekränzen,
Such' ich sanfter Freude Spur.
Eden würd' ich gern durcheilen,
Sein Gefild ist wonniglich -
Dort, dort möcht ich ewig weilen,
Aber doch nicht ohne dich.

Wo der Sphären Lieder tönen,
Ihre Harmonie erklingt,
Wo im Kreise der Camönen,
Tibul sanfte Lieder singt.
Dort, wo Amoretten spielen,
Unter Blüthen neckend sich -
Möcht' ich mich auch selig fühlen;
Aber doch nicht ohne dich.

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Unvergessen
(von Heide Kunz-Traubert)


ein Bildnis streichelnd, mit zärtlich müden Händen,
Blicke, tränenblind, getaucht in Augen,
die keinen Wimpernschlag mehr spüren. Lächelnde Lippen, für immer geschlossen,
bewahren im Schweigen ihr letztes Geheimnis.
Schmerzvoll trauernd sich ergeben, ins Unabänderliche.
Jetzt muss ein Herz sehr lange leiden,
und nicht mal tausend Sonnen können der betrübten Seele
heilsam Trost und Wärme spenden,
bis die Zeit ein erlösendes Machtwort spricht.
Irgendwann ...


Abschied
(von Christian Morgenstern)


Auf die düstern Kiefernhügel
legt sich kupfern letzte Sonne ...
Sanft wie über weichen Sammet
schmeicheln Winde drüber hin ...

Eine kurze Spanne weilt sie
goldbraun auf den stillen Wäldern,
bis ihr milder, süßer Schimmer
plötzlich, wie ein Lächeln, stirbt.


Gottes Trost
(© Annette Andersen)


Verzaget nicht, seid nicht erbost!
Gott wird mit seinem Segen
auf eure Trauer seinen Trost
als zarten Schleier legen.


Abschied
(von Thekla Lingen)


Hast mit heissem Kuss
Meinen Leib umfangen,
Doch der Seele bist
Du vorbeigegangen.

Und ich suchte wohl,
Suchte Deine Seele,
Dass zur Stunde sie
Meiner sich vermähle.

Doch du bargst sie mir
Unter dichten Schleiern,
Und du wolltest nicht
Diese Stunde feiern.

Sieh, nun ist es aus,
Meine Glut verglommen,
Meiner Liebe Tod
Ist so schnell gekommen.

Und nun muss ich gehn,
Von dir gehn und weinen,
Darf mich nie und nie
Dir in Liebe einen.

Kann dir nie und nie
Meinen Leib mehr geben, -
Meine Seele wird
Suchend weiterschweben ...


Heim
(© Annette Andersen)


Geborgen,
in unendlicher Liebe,
geleiten Engel
die glückliche Seele
in Gottes lichtes Haus zurück;
In unser aller wahre Heimat.

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Warum konntest Du nicht bleiben ...
(eingesendet von Stephanie S.)


Warum konntest Du nicht bleiben,
willst Du uns denn sehen leiden?
Die Tage auf Erden mit Dir waren gut und zeigten uns ständig deinen Mut.
Die Nachbarn und Freunde hatten Dich gern,
ihr habt viel geredet und lebtet nicht fern.
Jetzt bist Du weg – einfach fort,
lässt uns allein an diesem Ort.
Die Sehnsucht nach Dir hat uns alle, auf immer und ewig in seiner Falle.
Du wirst uns fehlen hier und dort
und trotzdem bleibst Du ewig fort.
Wir als Familie hatten sehr viel,
Liebe und Zusammenhalt waren das Ziel. Die Runde am Morgen mit Rocko war Pflicht,
so konntest Du sehen wo brannte schon Licht.
Die Erinnerung die wir haben
und uns gegenseitig gaben,
werden stets und ständig bleiben
und uns an einander reiben.
Ein liebevoller und tüchtiger Mann, warst ein Vorbild der vieles kann.
Im Leben hast Du viel geschafft,
hast Dich stets wieder aufgerafft.
Trübsal blasen kanntest Du nicht
und wenn doch, dann kam ein Licht.
Die Wunden werden irgendwann heilen, doch bis dahin muss die Zeit verweilen.
Wir werden Dich ganz arg vermissen, doch bleiben wirst Du in unserem Wissen.
Ein Leben von nun an müssen wir führen, doch vorher werden wir Dich küren.
Du hast unser Leben mit viel Gutem gesegnet,
auch wenn es manchmal hat geregnet.
Die Zeit mit Dir, die wird uns fehlen und kann uns keiner jemals stehlen.
Wir hoffen auf viel Gutes im Leben
und werden unser Bestes geben.
Der Wunsch von allen die Dich lieben, wird über alles Schlechte siegen.
Die Tage der Erinnerung,
ans Dasein mit Erschütterung;
werden nun von heute an,
verschwinden und entweichen dann.
Abschied zu nehmen jetzt und für immer, wird das Loch im Herzen schließen nimmer.
Hoffnung, Sehnsucht und Liebe siegen, auch wenn wir Dich nur in Gedanken wiegen.


Lebenslust (Trost)
(von Konstantin K.)


Sieh die Rose, sieh das Schoene!
Auch die gelben Tulpen sieh du, Freund!
Das Allerschoenste musst du streben,
Damit du Atem hast zu leben!

Wenn du am Feld ‘ne schoene Blume siehst,
Halte ein, mein Freund!
Halte und geniesse ihren Duft und ihre Luft!
So wirst du froh und wacher,
Auferstanden fuer ein neues Leben!

Fuehlst du dich oftmals bedrueckt,
Lass den Kopf nicht haengen!
Sondern fass dir Mut, mein Freund,
Und gedenke diese alte schöne Zeit,
In der du froh gewesen warst!

Vergiss das Schlimme, sieh ins Licht des neuen Lebens!
Freu dich drauf, was kommen wird,
Freu dich auch darueber, was du schon bekommen!
Selbst wenn du weinst und klagst,
Verstelle dich und lach!

Sieh die Rose, sieh das Schoene!
Auch die gelben Tulpen sieh du, Freund!
Das Allerschoenste musst du streben,
Damit du Atem hast zu leben!


Liebe
(von Synonym: h2o)


Tränen der Liebe, sie häufen sich.
Einsam und verlassen, so fühlt man sich.
Gerade gefunden und schon verloren.
Man wurde von grundauf belogen.
Ehrlichkeit und Wohlbefinden,
konnt ich bei dir schon immer finden.
Trauer und Liebe waren in diesem Sinne,
kaum zu ertragen, sie verschwanden im Winde.
Vom Winde verflogen, das warst auch du,
ich schloss dann beide Augen zu.
Im dunkeln stand ich nun allein,
dabei wollt ich bei dir sein.
Kurz vorm Ende erschlug es mich,
mein Herzchen starb an einem Stich.
In zwei geteilt, so liegt es hier.
Ein halbes Herz, das schenk ich dir.
Den anderen Teil, den geb ich dir,
wenn du ihn willst, sofort hier.
Das Übergeben der Teile,
befreit mich von allen Schmerz.
So dank ich dir, von ganzem Herzen,
ich will niemals wieder mit uns scherzen.