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Fundgrube - Gedichte aller Art Schreibuntensil

Fundgrube - Gedichte aller Art

Auf dieser Seite finden Sie Gedichte, die nur sehr schwer in die anderen Rubriken der Gedichtemeile.de einsortierbar waren. Es wäre aber viel zu schade, diese Gedichte nicht veröffentlichen zu wollen.


Schreibuntensil


Himmlisches Kind
(Copyright by Hans Munch)


Der Rittersporn hat sich entblättert
und sein Gewand im Gras verstreut.
Bedröppelt schaut das Mädchenauge,
weil es den nackten Anblick scheut.

Der Mohn täuscht vor, als ob er schliefe,
das Löwenmaul blieb offen stehn.
Und dabei fühlte man nur sachte
ein Lüftchen durch den Garten gehn.


Kränkung
(Copyright by Wolfgang Lörzer)


Ein Hering liebte 'ne Scholle,
'ne scheinbar ganz wundervolle.
Der Verliebte schwamm durchs Meer
stets der Scholle hinterher.

Zärtlich warb er um ihr Herz.
Sie nahm alles nur als Scherz,
trieb mit ihm ihre Possen
und zuckte mit den Flossen.

Als er einen Antrag machte,
sah er, wie die Scholle lachte.
Der Hering hat's nicht verwunden.
Gekränkt ist er verschwunden.

Irgendwo im weiten Meer
schwimmt der Hering jetzt umher.
Und sieht er in der Ferne Schollen,
hegt er noch ein tiefes Grollen.

Ach, Hering, mach's doch wie der Dorsch,
und stelle dich dem Leben forsch!
Wer an erlitt'ne Schmach nur denkt,
der bleibt ein Leben lang gekränkt.


Der Betrogene Freund
(Copyright by Heiner Hessel)


So mancher Fehler rächt sich bitter
kommt auf uns zu wie ein Gewitter.
Doch meistens ist es dann zu spät
bis man es auch kapieren tät.

Der Franz der hätt‘ vor langer Zeit
nur allzu gern die Rosel g’freit.
Jedoch das Schicksal hat gemeint,
da wär‘ der Xaver noch – sein Freund.

Den nennt man Luftikus beim Namen,
weil er viel Glück hat bei den Damen.
Der hat gar viele schon poussiert
und ihnen Brei um’s Maul geschmiert.

Und selbst dem Franzes seiner Braut
hat er ganz tief in d’Augen g’schaut.
Der Franz bekam das schnell heraus
und schon war diese Freundschaft aus.

Die Rosel folgt dem Xaver blind,
denn sie bemerkt, sie kriegt ein Kind.
Nun gab’s kein langes Federlesen;
denn schnell ist Hochzeit schon gewesen.

Doch irgend wann nach ein, zwei Jahren
war sich der Xaver schon im Klaren,
dass Vaterschaft sein Ding nicht sei;
am liebsten wär‘ er wieder frei.

Hat folgerichtig manche Nacht
in einem fremden Bett verbracht.
Die Rosel reagiert sofort,
der Richter sprach das letzte Wort.

Nun musst‘ er zahlen – nicht so knapp,
der Sohn holt Alimente ab
in schöner Regelmäßigkeit,
bis eines Tag’s, da war’s soweit.:

Der Xaver sagt in aller Ruh‘
zu seinem Jungen: „Hör gut zu,
du bist jetzt sechzehn Jahre alt,
bekommst als Lehrling auch Gehalt.!“

„Ihr habt mich lange ausgenommen,
ihr müsst jetzt ohne mich auskommen.
Dann sagst mir“ – und hat laut gelacht,
„was Mami für ein G’sicht gemacht!“

Der Bub hat’s Geld nach Haus getragen
und sagt: „Ich soll dir auch noch sagen,
dass du jetzt nichts mehr kriegen tätest
und welch‘ Gesicht gemacht du hättest!“

Auf diesen Tag hat sie gewartet
und ist zum Gegenzug gestartet.
Der Bub soll zu dem Vater gehen
und sein Gesicht genau besehen.

Dem, sagt sie, dem vergeht das Lachen,
der wird jetzt ein Gesicht erst machen.
„Dann sagst dem Vater klipp und klar,
dass er nicht mal dein Vater war!“


Oktobergefühl
(Copyright by Steffen Talberg)


Bunte Blätter fallen zu Boden
der Herbstwind fegt durch leere Gassen
die Kühle hält von neuem Einzug
kurze, dünne Regenschauer unterbrechen
den melancholisch dahingleitenden Tag
Fensterläden schlagen gegen Wände
ein naßgetränkter, morscher Gartenzaun
bäumt sich zum letzten Male auf
die Früchte, die vergessen wurden
hängen unwirklich an den Bäumen
zu denen sie jetzt nicht mehr gehören
das Alter spaziert mit wissender Gelassenheit
durch die ängstlich anmutenden Parks
die bis zum Winter sich alleingelassen fühlen
kleine Bäche fließen kalt in ihren Betten
den Wandersmann treibt es hinfort
in wärmere Gefilde, er tut´s den Vögeln gleich
die nun gen Süden ziehen
es treibt die Menschen nur noch kurz hinaus
die sich der Wärme ihres Heims erfreuen
nur Kinder toben hier und dort
umhüllt von bunten Sterbensfarben
der eis´ge Winter horcht schon an der Tür
begehrt den bald´gen Einlaß
um all´ der Erde gut und böse
mit seinem weißen Zauber zu bedecken.


Vermisstenmeldung
(Copyright by Hans Munch)


Ich habe ein Gedicht gedacht,
es nur nicht zu Papier gebracht.
Es blitzte blau und roch nach Wiese,
klang wie das Sausen sanfter Brise.
Entfloh des nachts auf Traumes Schwingen.
Wer's findet, mag's mir wiederbringen.




Gorilladame Lou
(Copyright by Antonia Winter)


Es regnet und keiner will's
die Schneck' nützt das Dach unter'm Pilz
der Frosch robbt sich den Stil empor
und hält sich unter'm Blütenflor
Jeder sucht sich gut zu schützen
Was kann ein grosses Tier benützen?

Der Gorilladame Lou
liess der Regen keine Ruh'
Sie fand im grünen Moos
ein Palmblatt riesengross
Es harrt aus die Gorilladame
unter ihrer Regenplane

Der Regen ist schon eine Bürde
ihr Blatt hält sie mit grosser Würde
über ihren Kopf und hofft
dass es nur noch vereinzelt tropft
Sie prüft das mit der einen Hand
schnippt dann die Tropfen ab galant
aber doch auch schon empört -
der Regen hat nicht aufgehört.


Fahrerflucht
(oder die Schweigepflicht)
(Copyright by Heiner Hessel)


Auf einer Kreuzung fast bei Nacht
hat es gar fürchterlich gekracht.
Rechts vor links war hier ganz klar,
was dem Frank sein Übel war.

An den Boden er kurz kroch
nach der Kippe – die brannte noch.
Außerdem hatt‘ er sowohl
auch noch reichlich Alkohol.

Das gibt eine Schererei.
„Bloß jetzt keine Polizei!“
Kurz entschlossen, leichenblass
gibt der Frank gleich wieder Gas.

Noch im Spiegel kann er sehen
´nen Daimler auf der Kreuzung stehen.
Kein Mensch glaubt er - hat ihn entdeckt,
sein Nummernschild war ganz verdreckt.

Nicht mal im Daimler jener Mann,
der wohl vor Schreck nichts sehen kann.
Ob dem vielleicht etwas passiert,
das hat den Frank nicht interessiert.

Doch in der Zeitung stand ganz groß
die Meldung vom Zusammenstoß,
und nach dem Fahrer wird gesucht
wegen seiner Fahrerflucht.

Der Frank sinnierte sorgenvoll,
ob er sich nicht doch stellen soll.
Er fand des nachts auch keine Ruh‘,
was kommt an Ärger auf ihn zu?

Auf jeden Fall war es ihm klar,
dass seine Flucht ganz schäbig war.
Denn sein Gewissen ihn recht plagte,
weshalb er insgeheim sich fragte:

Ob ihm als Katholik und Christ
die Beichte eine Lösung ist?
Mit dem Gewissen schwer wie Blei
ging er zum Beichtstuhl der Pfarrei.

„Herr Pfarrer“ hörte man ihn sagen,
„mir liegt was Schlimmes auf dem Magen,
ich bin vor kurzem in der Nacht
in einen Wagen reingekracht.

„Die Polizei wollt‘ ich mir sparen
und bin ganz heimlich weggefahren.
und weil ich - was man ja nicht soll
getrunken hab‘ viel Alkohol.

Der Pfarrer fragt ihn kreuz und quer,
rutscht in dem Beichtstuhl hin und her.
„Wann war das ganz genau mein Junge“?
fragt er ihn mit schon trock’ner Zunge.

„War das ein Daimler – sag es schon,
sonst kriegst du keine Absolution!“
Der Frank hat sich total verstrickt
und alles nur noch abgenickt.

„Ja Gott sei Dank, jetzt hab‘ ich dich,
der Daimlerfahrer der war ich.
Das wirst du büßen junger Mann,
gleich morgen früh zeig‘ ich dich an!“

Der Frank war völlig von den Socken,
denn er war ziemlich stark erschrocken.
Er ging zum Pfarrer voll Vertrauen,
nun will der ihn in die Pfanne hauen.

„So, so, Herr Pfarrer“ sagt der Frank,
da gibt es etwas Gott sei Dank:
Denn all zu einfach geht das nicht;
Sie steh’n ja unter Schweigepflicht!“


Glück und Glas
(Copyright by Hans Munch)


Geborsten liegt dein Glück in bunten Scherben,
Und fragend nimmst du eine in die Hand.
Du blickst sie an und meinst, du müsstest sterben,
Dabei könnt sie im Licht die Welt dir färben,
Und was dein Herz zuvor als trist empfand.


So ist das Leben
(Copyright by Ulrich Koch, im Jahre 2019)


Du wirst geboren aus Mutters Laib,
wirst älter und nimmst dir ein Weib.
Hast alles richtig gemacht im Leben,
doch plötzlich im Körper ein bitteres Beben.
Wachst auf und liegst im Krankenhaus,
zu viel Rauch, Stress und Fett im Bauch.
Die Leber und auch das Herz wollten nicht mehr,
man hat dich gerettet, weiter geht der Blutverkehr.
Du rappelst dich wieder auf und bist erstaunt,
das du noch lebst und dich bewegst, bist gut gelaunt.
Musst anschließend noch zur Reha,
da wartet schon Schwester Thea.
Sie bringt dich wieder auf Trab,
denn die Lebenszeit wird knapp.
66 Jahre bist du schon geworden,
30 Jahre noch, ...dann gestorben.


Die Angst vor dem Altern
(Copyright by Heiner Hessel)


Zunehmend sieht man bei den Alten
den Trend, sich möglichst jung zu halten.
Mit Anti-Aging Superdrogen
wird der Verbraucher meist belogen.
Denn was der Titel da verspricht
das halten diese Mittel nicht.
Es führt das eine nur zum Ziel:
Ein artgerechter Lebensstil.

Wer morgens vor dem Spiegel steht
und merkt wie schnell die Zeit vergeht,
wer raucht und trinkt und wenig ruht
und sportlich auch nur wenig tut,
der mag zwar 60 Jahre sein,
doch irgendwann dann trügt der Schein,
weil dieser Spiegel ja nicht lügt;
nur dieser Mann sich selbst betrügt.

Drum sei geraten jenen Alten,
sich statt für ewig jung zu halten,
den Herbst des Lebens zu genießen,
wenn noch so viele Falten sprießen.
Geht selbst der Haarschopf langsam ein;
So ein Toupet muss auch nicht sein.
Sie sollten sich damit begnügen,
denn Spiegel können ja nicht lügen.


Habseligkeit
(Copyright by Hans Munch)


Habseligkeit! So heißt das Wort,
das ich vor allen mir erwähle.
Hab' Seligkeit: rät es zu tun,
dass dir's am Nötigsten nicht fehle.

Denn naht der Abschied, bleibt nur sie.
Es fliehen Trug und Weltgedröhn.
Der Seele Heil war's, das du bargst.
HABSELIGKEIT: Das finde ich schön...


Altweiber-Sommer
(Copyright by Bruni Lüdeking)


In der Früh, wenn über Nacht
der Tau sich niederließ,
erwacht in perlenreicher Pracht
das Spinnwebparadies.

Jetzt ist eure Zeit, mit
Geschicklichkeit
spinnt und knüpft ihr im
Bestreben,
den Faden in Vollkommenheit
zum Kunstwerk zu verweben.

Glitzernd wehen weiche Netze
in Wiese, Busch, von Baum zu Baum,
verzieren Grün und graue Plätze,
wie Schmuckgebilde anzuschaun.

Fast würdevoll strahlt im Geäst
ein Riesenrad im Sonnenlicht,
die Silberfäden straff und fest -
Bahn um Bahn, dicht an dicht.

Spinnen an den zarte Weben
fliegen wabernd durch die Luft.
Entfesseltes Altweiberleben,
würziger Septemberduft.


Memento Mori
(Copyright by Hans Munch)


Am Tisch vorm Fenster lag ein Blatt,
das mir der Wind hereingetragen.
Ihm eingebrannt schien ein Poem
aus wechselvollen Lebenstagen.

Ich las vom Knospen und vom Grünen,
von Sonne, Regen, Sturm und Ruh.
Vom Schmerz des voneinander Lösens,
vom Fall und jenem immerzu ...


Ein Gedicht
(Copyright by Ernst-Georg Meier)


Die Freude ist oft eingetrübt,
wenn man sich nicht mehr so liebt.
Denn Hass und Liebe und Hoffnungs Kraft,
sie sind die Kinder der Leidenschaft.

Ganz ohne Plan und Ingenieure,
und wegen der privaten Spähre
baut Liebe unterm Himmelsdach
ein Wolke7-Schlafgemach.

Der Hass in seiner vollen Gänze,
überschreitet jede Grenze.
Was einst geliebt, hinweggerafft,
mit inbrünstiger Leidenschaft.

Das, was sie woll´n, das treibt sie um,
ihr Ziel ist immer Maximum.
Klotzen, nicht kleckern lautet die Devise,
Flächenbrand auf Liebeswiese.

Der Hoffnung ist etwas zueigen,
was auch geschieht, sie wird´s ertragen,
auch wenn man sie schlägt oder zerfetzt,
die Hoffnung stirbt immer zuletzt.


Zauberblume
(Copyright by Hans Munch)


Du bist die schönste aller Blumen
In Gottes Garten ringsumher.
Dein Bild ist Urbild alles Schönen,
Dein Duft beschämt das Blumenmeer.

Deine Gestalt trinkt Tau des Himmels,
Und deine Haut blüht blütenweich.
Wem du dich öffnest, der verfällt dir,
Und taumelt in ein Traumesreich.




Die Ballade von den Sorgen
(Copyright by Andreas Herteux)


Einst traf ich an dem nahen See
eine bezaubernd‘ und gar schöne Fee.
Diese sprach: „Eins, zwei, drei -
einen Wunsch hast Du nun frei."

Lang überlegt ich, was sollt es nur sein?
Natürlich! Ein Leben ohne Sorgen wär fein!
Mein Blick ging in Richtung See.
Und was da glücklich schwimmend ich da seh‘?
" Oh Zauberin, wisch die Sorgen ab vom Tisch!
Verwandle mich in einen frohen Fisch."
Gesagt, getan und Hoppladei -
nun Fisch - mein Leben sorgenfrei?

Ich schwamm runter, ich schwamm rauf,
doch alsbald, da fiel mir auf,
dass das Wasser ziemlich dreckig war,
alles andere als frisch und klar!
Auch des Anglers Rute störte,
worauf ich erneut die Fee betörte,
um den einen Wunsche mehr
und kurz darauf - bitte sehr –
vom Fisch zum Vogel ich wurde,
erhob mich in die Luft und gurrte.
Doch man meint es kaum,
bald war er aus der Freiheitstraum.
Die Fabrikschlote stinken widerlich,
und nirgendwo ist ein Baum für mich.
Als Vogel keine Sorgen? - Ne!
Und schon war ich wieder bei der Fee.

Höllenkraft und Hexerei,
plötzlich war der Spuk vorbei!
Keine Magie, keine Fee -
Allein war ich an jenem See.
Unten der Fisch, oben der Vogel
dachte viel nach - ungelogen.
Sie sind viele - aber nicht frei.
Es war schlichte Einbilderei!
Die Menschen zerstör'n dem Lebensraum,
und haben selbst den Freiheitstraum.
Ach! Warum soll`s den Viechern besser geh`n,
als uns Besorgten, wie wir hier steh`n?

Und so ging ich weiter.
Zwar mit Sorgen, aber heiter.
Denn ich kann träumen - vor den Sorgen fliehen.
Vögel und Fische aber nur die ihren Kreise ziehen.


Sandbank
(Copyright by Hans Munch)


Auf der Sandbank in der Nordsee
Liegt die Robbe still und träumt,
Von dem Sandstrand tief im Süden
Den das Meer türkis umsäumt.

Auf der Sandbank in der Nordsee
Ist der Platz der Robbe leer.
Denn die Träume ziehen weiter,
wie die Wolken übers Meer.


Harfen Wind
(Copyright by Alexander Paukner)


Im Sonnen, Wonnen, Himmels Gestürm.
Gelegte Zeit sich wohl vergangen neigt.
Sich in den Wind ein Harfen Liede wiegt.
Einst wachte und den Abend berührte.

Nun als dem Hafenlichte Schatten glich.
Gewichen aus dem Segel wohlig spricht.
Was Zweige, Knospen, Morgen wähnen.
Die sich zum Flügel einen Dufte wählen.

Der einst im Sturm so wohl gewärmt,
den Blick in Silben trug gar weit entfernt.
In Hügeln grüßt, im Bache lag.
Gewogen fort, die Wahrheit sagt.

Gesehnt vergab sich in den Armen lag.
Ein Strophen Lied, ein blasser Tag.
Ein Zweig, ein Ast von Rinden liest.
Noch vormals sich die Stille gießt.

Im Segen still, wohl nachgedacht.
Gewacht bei Kerzen, gestillt erdacht.
Da wurde ein trunken Sein entfacht.
In Abend linden Traum gewacht.

Der abermals in Schritten glich,
gesichtet lebte, geliebt sich wich.
Getupft von lieblich Freiheit spricht.
In Kerzen Lichter, Schatten bricht.

Die Glut zum Brunnen, im Becher berührt.
Den Morgen eines Tages lobt,
noch wohl gesehnt im Abend Mondschein flieht.
Sich Sommers in den Blüten wiegt.


Am Klippenrand
(Copyright by Monika Dyck)


Am Rand der Klippe
stünde ich
wenn die Sonne untergeht.
Ein weitrer Schritt,
und ‘s wär aus mit dem Glück,
das mich hat so verdreht.

Und doch wär’ auch
ein Schritt zurück
nicht minder denn gewagt.
Der Wind, er spielt
fast wie ein Kind,
doch hätt’ er alle Sorgen verjagt?

So blieb ich hier,
wie eingefroren,
säße fest im falschen Paradies.
Was hätt’ ich sein
und werden können,
läg' ich nicht dort unten im Kies.