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Poesie und Lyrik Rose

Wunderschöne Lyrik, Poesie und Kurzgedichte

Was bedeutet Lyrik? Lyrik ist die vollendete Dichtkunst in Vers- und Reimform. Sie beschreibt die Werke, die aus der Dichterhand entstehen. Auf dieser Seite finden Sie wunderschöne Kurzgedichte - Lyrik zum Anfassen - Viel Erfolg beim Studieren dieser Rubrik.
Rose


Flügge
(Copyright by Peter Schuhmann)


Sekunde um Sekunde tropft,
Und fällt hinab ins Zeitenmeer.
Und jeder Herzschlag, der da klopft,
Verhallt im Raum und ist nicht mehr.

Was Herzschlag und Sekunde trug,
War der gefühlte Augenblick.
Daraus wächst dir aus Leid und Glück
Das Federkleid zu deinem Flug.


ACH, WÄRE ICH EIN SCHMETTERLING
(Copyright by LuScho2016)


Wäre ich ein Schmetterling,
dann könnte ich lachen und weinen -
niemand würde mich hören.

Kannst du einen Schmetterling
lachen oder weinen hören,
dann kannst du auch
Sterne vom Himmel pflücken,
Wolken riechen und
mit Händen nach anderen Herzen greifen.

Wäre ich ein Schmetterling,
dann könnte ich in die Lüfte steigen.
Leicht und leise fliege ich in die Höhe
und könnte so die Leichtigkeit meines
Seins einfach nur fühlen und spüren.

Wäre ich ein Schmetterling,
dann würde ich in jedem Bauch der Welt
gehörig rumflattern,
damit ein jeder merkt, dass er jemanden
hat, der dich liebt – dem du so sehr wichtig
bist im Leben.

Wäre ich ein Schmetterling,
dann möchte ich in die Welt hinausfliegen
und mich auf die EINE Schulter setzen.

Und sitze ich erst am rechten Fleck,
dann fliege ich direkt in das Herz und
werde dort für immer bleiben.

Meine Wärme und Zartheit, meine
Schönheit und meine Leichtigkeit würde
ich im ganzen Körper des Einen verteilen
und so allzeit für Wohlbefinden, Zuversicht
und Liebe sorgen.

Flüstere mir deinen größten Wunsch zu
und ich will ihn in die Welt hinaustragen, auf
dass er in Erfüllung gehen mag.


Glücklich, wenn
die Tage fließen
wechselnd zwischen
Freud und Leid,
zwischen Schaffen
und Genießen,
zwischen Welt
und Einsamkeit.

(Johann Wolfgang von Goethe)

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Haß, als Minus
und Vergebens,
wird vom Leben
abgeschrieben.
Positiv im Buch
des Lebens
steht verzeichnet
nur das Lieben.
Ob ein Minus
oder Plus
uns verblieben,
zeigt der Schluß.

(Wilhelm Busch)

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Unbeschwert

Mein Falke in Gedanken
flieg ich dir hinterher.
Befreie mich von Schranken
kenn´ keine Schwere mehr.

Ich werfe ab die Sorgen
lös´ mich vom Alltagsgrau.
Will hoch hinauf dir folgen
ins weite Himmelsblau.

Und komme ich dann wieder
herunter auf die Erd´
dann setze ich mich nieder
und fühl´ mich unbeschwert.

(©Anita Menger 2009)

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Süßer Tod
(Copyright by Peter Schuhmann)


Ich wollt, ich wäre eine Blume,
Und du kämst übers Feld gegangen.
Du löstest sacht mich von der Krume,
Und hieltst mein Sterben warm umfangen.


Lieb' ist wie Wind,
rasch und lebendig,
ruhet nie, ewig ist sie,
aber nicht immer beständig.

(Eduard Mörike)

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Wer wirklich gütig ist,
kann nie
unglücklich sein;
wer wirklich weise ist,
kann nie
verwirrt werden;
wer tapfer ist,
fürchtet sich nie.

(Konfuzius)


Reif
(Copyright by Peter Schuhmann)


Manch Wort gleicht einem Blatt am Baum.
Fällt es zu früh, notiert man's kaum.
Doch fällt es, weil es dürstend litt,
So fallen viele weitre mit.


Es blitzt ein
Tropfen Morgentau
Im Strahl
des Sonnenlichts.
Ein Tag kann
eine Perle sein
Und ein Jahrhundert
nichts.

(Gottfried Keller)

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Laß deine Augen offen sein,
geschlossen deinen Mund,
und wandle still, so werden dir
geheime Dinge kund.

(Hermann Löns)

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Null
(Copyright by Peter Schuhmann)


Sie denkt im Grund gering von sich.
Kreist stets um ihre innre Leere.
Und wünscht sich einzig nur dass der,
Dem sie an Wert verleiht, sie ehre.


Wie ferne Tritte
hörst du's schallen,
doch weit umher
ist nichts zu sehen,
als wie die Blätter
rauschend fallen
und rauschend mit dem Wind verwehn.

(Martin Greif)


Solange wir vertrauen
Auf unsern eig'nen Mut
Und hoffend vorwärts schauen,
Solang ist alles gut.

(Cajetan Cerri)


Gerettet
(Copyright by Peter Schuhmann)


Ich trieb wie eine Feder,
Dem Leben zugeneigt.
Ein Wind trug mich ins Später,
Wo alles Blau entzweigt.

Im letzten Ast verfing ich,
Da mich ein Vogel fand.
Der nahm mein Seelchen zu sich,
Und floh in deine Hand.


Leuchtend durch die heil'ge Nacht
zieh'n die ew'gen Sterne,
Glockenton durchdringt mit Macht
alle Himmelsferne.
Öffne nun, o Herz, dich weit,
denn die Stund' ist gekommen,
da den Ruf glücksel'ger Zeit
wieder du vernommen.

(Otto Roquette)


Niemand weiß

Am Abendhimmel leuchten Sterne.
Ich frage mich: „Was wird wohl sein
dort draußen in der Ferne?“
Geheimnisvoll umflirrt
ist alles Sein und alles Werden
im Weltall doch auch hier auf Erden.
Und niemand weiß was wird …

(©Anita Menger 2009)

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Drei Worte
(Copyright by Peter Schuhmann)


Ich wollte dir drei Worte sagen,
Doch dann verlor die Mitte sich,
Und endlich kamst auch du abhanden.
Mir blieb, wie zu Beginn, nur ich.