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- Kindergedichte -

für jeden Anlass

Kindergedichte - Verse und Reime für Kinder

Hier finden Sie viele schöne Kindergedichte und Reime zu verschiedenen Themen von bekannten Dichtern.

Kinder sind kreativ und haben ein fazinierendes Vorstellungsvermögen. Sie lieben Verse, Reime und Gedichte, die sie beim Spielen (Auszählreime) und vielen weiteren Anlässen gerne aufsagen. Hier finden Sie einige passende Kinderreime und Gedichte, die ihren Kindern sicherlich Spass bereiten werden.

Hinweisschild - Kinder erwünscht

Ein Federchen
(von Joachim Ringelnatz)


Ein Federchen flog durch das Land;
Ein Nilpferd schlummerte im Sand

Die Feder sprach: "Ich will es wecken!"
Sie liebte, andere zu necken.

Aufs Nilpferd setzte sich die Feder
Und streichelte sein dickes Leder.

Das Nilpferd sperrte auf den Rachen
Und musste ungeheuer lachen.


Kinder-Gedichte
(von Johann Wolfgang von Goethe)


Du musst verstehn!
Aus Eins mach Zehn,
Und Zwei lass gehn,
Und Drei mach gleich,
so bist du reich.
Verlier die Vier!
Aus Fünf und Sechs -
So sagt die Hex -
Mach Sieben und Acht,
So ists vollbracht:
Und Neun ist Eins,
Und Zehn ist keins,
Das ist das Hexen-Einmaleins!


Das Kätzchen - Die Rettungsaktion
(©Anita Menger 2009)


Das Kätzchen maunzt auf uns´rem Dach
schnell holen wir die Leiter.
Mein Papa steigt dem Kätzchen nach -
doch dieses klettert weiter
und immer weiter - hoch hinauf,
da gibt der Papa schimpfend auf.
Steigt mühsam wieder runter.

Das Kätzchen springt jetzt munter,
von hier nach dort - schwupps, vor die Tür -
"Miau, Miau - ich bin schon hier!"

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Zwei Tannenwurzeln
(von Christian Morgenstern)


Zwei Tannenwurzeln gross und alt
unterhalten sich im Wald.
Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.
Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.
Die eine sagt: knig; die andre sagt: knag;
Das ist genug für einen Tag.

Kinder, Kinder ...
(© Hans Josef Rommerskirchen)


Kinder, Kinder sehet an,
was der Maxe alles kann.
Erst hebt er das rechte Bein,
dann danach das Linke.
Schüttelt mit dem Kopfe hin und her,
und macht winke winke,
Fratzen zieht er auch noch sehr.
Turnt herum wie Hampelmann,
nein, was Maxe alles kann.
Schmeisst in die Luft die Pudelmütze,
und schwupp da fällt sie in die Pfütze.

Der Bäcker bringt Dir Kuchenbrot
(von Theodor Fontane)


Der Bäcker bringt Dir Kuchenbrot,
der Schneider einen Mantel rot.
Der Kaufmann schickt Dir, weiß und nett,
ein Puppenkleid, ein Puppenbett
und schickt auch eine Schachtel rund
mit Schäfer und mit Schäferhund,
mit Hürden, Bäumchen, paarweis je,
und mit sechs Schafen, weiß wie Schnee,
und eine Lerche, tirili,
seit Sonnenaufgang hör ich sie.
Sie singt und schmettert, was sie mag,
zu Deinem schönsten Geburtstag.

Das Kätzchen
(©Anita Menger 2009)


Das Kätzchen sitzt im Apfelbaum.
Es kletterte - man glaubt es kaum
dem Vogel hinterher,
doch der sitzt jetzt nicht mehr
auf diesem Ast. - Nun so allein -
denkt sich das Kätzchen: "Wie gemein!"

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Der Stein - Kinderreim
(von Joachim Ringelnatz)


Ein kleines Steinchen rollt munter
von einem hohen Berg herunter.
Und als es durch den Schnee so rollte,
ward es viel grösser, als es wollte.
Da sprach der Stein mit stolzer Miene:
"Jetzt bin ich eine Schneelawine."
Er riss im Rollen noch ein Haus
und sieben grosse Bäume aus.
Dann rollte er ins Meer hinein.
Und dort versank der kleine Stein.

Mein Drachen
(Monika Höhne)


„Einen Drachen möcht‘ ich bauen,
bitte, Vati, hilfst du mir?“
Vater nickte und ich suchte
Farben, Leim und Packpapier.

Vater holte eine Säge,
auch fand sich geeignet Holz.
„Paß mal auf“, so sagte Vater,
„auf d e n Drachen sind wir stolz!“

Wirklich toll war er geworden,
auch die Schnur war lang genug,
und so liefen wir ins Freie
für den großen Probeflug.

Viele Kinder, viele Väter,
viele Drachen sahen wir.
„Weißt du“, sagte ich zum Vater,
„meiner ist der schönste hier!

Steig, mein Drachen, flieg zur Sonne,
hast das mutigste Gesicht!“
Er war ein so schöner Drachen -
aber fliegen konnt‘ er nicht.


Kleines Herz
(von Reinhard Blohm - Brettin 2008)


Kleines Herz Du musst nicht weinen.
Deine Mutter voller Sorgen,
dein Vater ist vielleicht ein Dieb.
Du sollst nie wieder Hunger leiden;
fühlst Du nicht: wir haben dich lieb!

Victoria! Victoria!
(von Matthias Claudius)


Victoria! Victoria!
Der kleine weiße Zahn ist da.
Du Mutter! komm, und groß und klein
Im Hause! kommt, und kuckt hinein,
Und seht den hellen weißen Schein.

Der Zahn soll Alexander heißen.
Du liebes Kind! Gott halt ihn Dir gesund,
Und geb Dir Zähne mehr in Deinen kleinen Mund,
Und immer was dafür zu beißen!

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Ein kleines Wiegengedichte
(frei nach Kornelia Klaudat)


Der Wind weht sacht, er will dich wiegen in den Schlaf.
Mein Kind, schliess deine Augen zu, denn nun kommt bald die Nacht.
Lenk deinen Sinn auf einem Weg, der dir nur Freude macht.
Und sollt dir etwas nicht gelingen, so weine nicht und klag.

Die Sonne wird dir wieder scheinen, wenn du nur nicht verzagst.

Weitere Kindergedichte

Unter den nun folgenden internen Links finden sie noch weitere Kindergedichte, die zum Zweck der Übersichtlichkeit dieser Seite separat aufgeführt werden.

Habt Dank! (von Reinhard Blohm - Brettin 2004)

Ein Kindergedicht (von Christian Morgenstern)

Junge Frau im Mai (von Reinhard Blohm - Brettin 2009)

Meh Lämmchen meh (Volksgut)