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- Ostergedichte -

Die besten Wünsche zum Osterfest

Ostergedichte

Ostern ist das christliche Fest der Auferstehung Jesu Christi vom Tod. Dies geschah nach urchristlicher Glaubensüberzeugung„ am dritten Tag nach seinem Tod, wobei der Todestag als erster Tag zählte: also an dem Karfreitag folgenden Ostersonntag.Ostern ist aus theologischer Sicht das wichtigste christliche Fest. Deshalb überraschen Sie doch einfach ihre Lieben mit einem schönen Ostergruß oder Ostergedicht.

Hase im Nest

Ostern
(©Anita Menger 2009)


Ostern Fest der Auferstehung,
die Natur hält sich bereit.
Frühling wirkt schon recht beflissen
und hell leuchtende Narzissen
läuten ein die Osterzeit.


Das Osterei
(von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)


Hei, juchhei! Kommt herbei !
Suchen wir das Osterei !
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort !

Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei ! Dort ein Ei !
Bald sind's zwei und drei !

Wer nicht blind, der gewinnt
einen schönen Fund geschwind.
Eier blau, rot und grau
kommen bald zur Schau.

Und ich sag's, es bleibt dabei,
gern such ich ein Osterei :
Zu gering ist kein Ding,
selbst kein Pfifferling.


Zur Osterzeit
(von Friedrich Spee von Langenfeld)


Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

Jetzt grünet, was nur grünen kann,
die Bäum` zu blühen fangen an.

So singen jetzt die Vögel all.
Jetzt singt und klingt die Nachtigall.

Der Sonnenschein jetzt kommt herein
und gibt der Welt ein` neuen Schein.

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.


Ostereier
(©Anita Menger 2010)


Ostereier schmecken besser -
klar, das weiß doch jedes Kind.
Sie sind ganz besonders lecker,
weil sie so schön farbig sind.

Was das Huhn nicht will begreifen,
weiß schon längst der Osterhas´ -
färbt das Ei, malt Punkte, Streifen
und versteckt es dann im Gras.

Ostersonntag in der Frühe
kommt er auch bei dir vorbei,
und gibst du dir etwas Mühe -
findest du dein Osterei.

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Osterbitte
(von Karl Friedrich Mezger)


Komm, du helle Ostersonne,
Brich hervor mit deinem Glanz,
Füll mit hoher Luft und Wonne
Unser Herz und Leben ganz!

Laß dein Licht die Nacht durchdringen,
Die den Geist gefangen hält,
Daß wir neu empor uns schwingen
Aus dem dunklen Grab der Welt!

Treibe alles finstre Wesen
Aus der kranken Seele fort;
Laß sie gänzlich neu genesen,
Führ sie in den Friedensport!

Fröhlich laß uns wieder singen!
Nach der langen, bangen Nacht
Laßt uns Dank dem Schöpfer bringen,
Rühmen seine Wundermacht!


Osterjubel
(von Angelus Silesius)


Jetzt ist der Himmel aufgetan,
jetzt hat er wahres Licht!
Jetzt schauet Gott uns wieder an
mit gnädigem Gesicht.
Jetzt scheinet die Sonne
der ewigen Wonne!
Jetzt lachen die Felder,
jetzt jauchzen die Wälder,
jetzt ist man voller Fröhlichkeit.

Jetzt ist die Welt voll Herrlichkeit
und voller Ruhm und Preis.
Jetzt ist die wahre, goldne Zeit
wie einst im Paradeis.
Drum lasset uns singen
mit Jauchzen und Klingen,
frohlocken und freuen;
Gott in der Höh sei Lob und Ehr.

Jesus, du Heiland aller Welt,
dir dank ich Tag und Nacht,
daß du dich hast zu uns gesellt
und diesen Jubel bracht.
Du hast uns befreiet,
die Erde erneuet,
den Himmel gesenket,
dich selbst uns geschenket,
dir, Jesus, sei Ehre und Preis.

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Krümelhase
(©Anita Menger 2009)


Opa Hase, Mama Hase
selbst der kleine Krümelhase
malen bunt die Eier an.
Papa Hase schaut derweil
hier und dort in aller Eil´
wo man sie verstecken kann.

Ostersonntag in der Frühe
Krümelhase gibt sich Mühe -
Eier sind bald gut versteckt.
Unter diesem großen Busch
und schnell weiter - husch, husch, husch,
dass man ihn nur nicht entdeckt.

Hinter Hecken unter Buchen
Kinder ihre Nester suchen -
Krümelhas´ die Ohren spitzt.
Frohes Lachen und Geschrei
„Hier ist noch ein Osterei!“ -
Krümelhäschen lacht verschmitzt.


Osterhäschen
(von Friedrich Güll)


Drunten an der Gartenmauer
hab' ich sehn das Häslein lauern.
eins, zwei, drei: legt's ein Ei,
lang wird's nimmer dauern.

Kinder, lasst uns niederducken!
Seht ihr's ängstlich um sich gucken?
Ei, da hüpft's und dort schlüpft's
durch die Mauerlucken.

Und nun sucht in allen Ecken,
wo die schönsten Eier stecken,
rot und blau, und grün und grau
und mit Marmorflecken.


Der Schokohase
(©Anita Menger 2009)


Weidenkätzchen in der Vase,
bunt bemalte Eier dran
und versteckt im grünen Grase
sitzt der Schoko-Hasenmann.

Jubelnd findet ihn ein Kind.
Schaut ihn an und strahlt vor Glück
und noch eh´ er sich besinnt
beißt es ab ein großes Stück.

Upps! denkt sich der Hasenmann -
gut, dass ich nichts spüren kann.

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Ostern
(von Ferdinand von Saar)


Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
Lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.
Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
bei der Glocken Feierklang,
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
tönt das Auferstehungslied,
und empor im Himmelsstrahle schwebt er,
der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole
wird das frohe Osterfest,
daß der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verläßt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
daß sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht.


Die Kätzchen an den Weiden blüh´n
(©Anita Menger 2010)


Die Kätzchen an den Weiden blüh´n,
im Garten wird es langsam grün.
Die Küchenschelle lustig schellt,
der Nachbarshund frühmorgens bellt.
Der Kater um die Ecke flitzt
und plötzlich seine Ohren spitzt.
Da raschelt es im hohen Gras -
husch, husch fort ist der Osterhas´.


Osterhäschen dort im Grase
(Volksgut)


Osterhäschen dort im Grase
Wackelschwänzchen, Schnuppernase.
Mit den langen braunen Ohren
hat ein Osterei verloren.
Zwischen Blumen sehe ich es liegen
Osterhäschen kann ich´ s kriegen?

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Der erste Ostertag
(von Heinrich Hoffmann)


Fünf Hasen, die saßen
beisammen dicht,
es machte ein jeder
ein traurig Gesicht.

Sie jammern und weinen:
Die Sonn' will nicht scheinen!
Bei so viel Regen
wie kann man da legen
den Kindern das Ei?
Oh weih, oh weih!


Die blauen Frühlingsaugen
(von Heinrich Heine)


Die blauen Frühlingsaugen
schauen aus dem Gras hervor;
das sind die lieben Veilchen,
die ich zum Strauß erkor.

Ich pflückte sie und denke,
und die Gedanken all',
die mir im Herzen seufzen,
singt laut die Nachtigall.

Ja, was ich denke, singt sie
laut schmetternd, daß es schallt;
mein zärtliches Geheimnis
weiß schon der ganze Wald.


Osterfreude
(©Anita Menger 2009)


Unser Schneemann ist geschmolzen
er ist schon nicht mehr zu seh´n.
Endlich ist vorbei der Winter
und es freu´n sich auch die Kinder -
denn der Frühling, der wird schön.

Bald schon läuten Osterglocken.
Kleine Häschen eins, zwei, drei
unter Büschen, hinter Hecken,
ihre Nester schnell verstecken.
Süße Osterschleckerei!


Er ist `s
(von Eduard Mörike)


Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch: von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist 's!
Dich hab ich vernommen!


Der blaue Frühlingsglaube
(von Ludwig Uhland)


Die linden Lüfte sind erwacht,
sie säuseln und weben Tag und Nacht,
sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herz, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
man weiß nicht, was noch werden mag,
das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal;
nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

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Das ist die Drossel ...
(von Theodor Storm)


Das ist die Drossel, die da schlägt,
der Frühling, der mein Herz bewegt;
ich fühle, die sich hold bezeigen,
die Geister aus der Erde treiben.
Das Leben fließet wie ein Traum -
mir ist wie Blume, Blatt und Baum.


Ostern bei den Nonnen.
(von Heiner Hessel)


Juckt's die Nonnen in den Klostern,
dann ist Ostern.
Die Nonne sitzt im Kloster fest
und sie sucht dort ihr Osternest.
Sie kann nicht raus aus diesen Mauern,
denn sie muss betend dort versauern.
Sie darf nur Ja und Amen sagen
und sie darf niemals sich beklagen.
Sie ist vermählt mit unser'm Herrn,
angeblich ist sie dies auch gern.
Sie trägt wie wir so'n rundes Ding
am Finger wie ein Ehering.
Doch muss sie ehrlich uns gesteh'n,
den Herrn hat sie noch nie geseh'n!
Der lässt sich nicht aus freien Stücken
im Kloster bei den Nonnen blicken.
Weil eines nämlich peinlich ist:
Juristisch ist er Bigamist!
So leben sie im Zölibat;
Schad!


Bitte an den Osterhasen
(©Anita Menger 2010)


Häschen hoppel nicht vorbei,
bring´ auch mir ein Schoko-Ei.
Schoko-Eier mag ich sehr,
hätte davon gern noch mehr.
Legst´ noch einen Has´ ins Nest -
wird´s ein tolles Osterfest.

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Frühling und Ostern
(geschrieben von PMH)


Osterzeit, Frühlingszeit aber...
Dieser Frühling ist noch weit.
Der "alte" Winter will nicht gehn,
Die Sonne ist noch kaum zu sehn.

Schnee im Süden und in Nord;
In Stadt und Land so vielerort,
Sehr viel Weiss und wenig Grün;
Wenig erste Blümchen blühn.

Frost zur Nacht und tags sehr kalt;
Noch richtig kahl stehn Flur und Wald;
Wenig Knospen noch zu sehn,
Der Winter will und will nicht gehn.

Aber....ob auf Berg' oder im Tal;
Frühling wird es doch einmal!

Das sagt ein altes Frühlingslied;
Auch dieser Winter sich verzieht.
Die Sonne wird ihn bald verjagen,
An richtig schönen Ostertagen.

Alle Knospen brechen aus;
Die ersten Blümchen kommen raus;
Und...in alle Fenster fallen;
Gold'ne, helle Sonnenstrahlen;

Alle Menschen werden sehn;
Diese Welt ist wunderschön...
Bald, ja bald ist es so weit;
Oh Du schöne Osterzeit !!!