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Männer
(ironisch)
So
unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken;
so lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken;
so störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann,
das ist der Halbmensch, die Bezeichnung ist "Mann".
Er
steht nur im Weg rum, zu nichts zu gebrauchen;
kann nichts als nur meckern und oftmals auch fauchen.
Er ist auf der Erde, -ich sag's ohne Hohn-,
vom Herrgott die größte Fehlkonstruktion.
Ein
Mann wär' doch ohne uns Frauen verloren.
Er wäre ja ohne uns nicht mal geboren.
Erst durch unsere Hilfe wird mit viel Bedacht,
so halbwegs ein Mensch aus dem Schlappschwanz gemacht.
Ein
Mann hält sich oft für unwiderstehlich
und glaubt schon ein Lächeln von ihm macht uns selig.
Stolziert er durch die Gegend, wie'n Hahn auf dem Mist,
und merkt dabei gar nicht, wie dusselig er ist.
Fühlst
du dich unwohl und kannst kaum noch gehen,
weder sitzen noch liegen, geschweige denn steh'n,
dann sagt er "Komm' mach doch nicht so ein Wind...".
Doch sitzt Ihm ein Pups quer, weint er wie ein Kind.
Mit
dem Maul sind sie stark, da können sie prahlen,
doch wehe der Zahnarzt bereitet mal Qualen.
Dann sind sie doch alle, -verzeiht den Vergleich-,
wie ein Korb fallobst, -so faul und so weich-.
Ein
Mann ist ganz brauchbar, solang' er noch ledig,
da ist er oft schlank und sein Körper athletisch.
Da ist er voll Liebe und voller Elan,
kaum unter der Haube, wird nichts mehr getan.
Mit
Gold und Brillianten tat er dich beglücken.
Das kriegt heut' die Freundin, hinter den Rücken.
Und du kriegat heut' nur noch, wenn er daran denkt,
zum Geburtstag nen Schnellkochtopf geschenkt.
Als
Jüngling wollt' er dauernd kosen und küssen.
Als Ehemann will er davon nichts mehr wissen.
Verlangst du dein Recht, dann wird er gemein,
reichter dir's Gebiß und mault: "Küss
dich allein!"
So
sind doch die Männer oft faul und malad;
wir Frauen sind uns doch dafür zu schad'.
Drum suchet, bevor ihr euch endgültig bindet,
ob ihr nicht doch noch etwas Besseres findet.
(Eingesendet
von Juliane K.)
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Wahre
Liebe
Die
wahre Liebe ist
keiner Untreue fähig.
Sie sucht den Geliebten
unter jeglicher Verwandlung.
(Bettina
von Arnim)
*
Liebesgedanken
Ich
möchte euch nur darauf hinweisen,
dass es nicht darauf ankommt,
viel zu denken, sondern viel zu lieben.
Darum tut das, was am meisten
Liebe in euch erweckt.
(Teresa
von Avila)
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Sie,
zu ihm
Ich
hab dir alles hingegeben:
mich, meine Seele, Zeit und Geld.
Du bist ein Mann - du bist mein Leben,
du meine kleine Unterwelt.
Doch habe ich mein Glück gefunden,
seh ich dir manchmal ins Gesicht:
Ich kenn dich in so vielen Stunden -
nein, zärtlich bist du nicht.
Du
küßt recht gut. Auf manche Weise
zeigst du mir, was das ist: Genuß.
Du hörst gern Klatsch. Du sagst mir leise,
wann ich die Lippen nachziehn muß.
Du bleibst sogar vor andern Frauen
in gut gespielten Gleichgewicht;
man kann dir manchmal sogar trauen ...
aber zärtlich bist du nicht.
O
wärst du zärtlich!
Meinetwegen kannst du sogar gefühlvoll sein.
Mensch, wie ein warmer Frühlingsregen
so hüllte Zärtlichkeit mich ein!
Wärst du der Weiche von uns beiden,
wärst du der Dumme. Bube sticht.
Denn wer mehr liebt, der muß mehr leiden.
Nein, zärtlich bist du nicht.
(Kurt
Tucholsky)
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