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Zum
Katerfrühstück
Es
brodelt im Schlamme der Watten,
verdächtig murmelt das Meer,
da schwimmt, eine Träne im Auge,
ein alter Hering umher.
Ihn
kümmert des Wassers Verderben,
es stinkt nach Öl oder Teer,
die Hoffnung für seine Erben
entschwindet nun immer mehr.
Da
fuhr vor Wales wieder neulich
ein riesiges Tankerschiff,
es stinkt schon wieder abscheulich,
mit großer Wucht auf ein Riff.
Was
soll ich denn hier bloß im Öle?
denkt nun der Hering sich;
selbst manche Seehundstöle
findet das fürchterlich.
So
schwimmt er mit trüber Miene
und mißvergnügt seine Bahn;
er ist keine Ölsardine
und liebt auch nicht ranzigen Tran.
Am
besten geh ich, so denkt er,
nunmehr einem Fischer ins Netz;
was dem nicht schmeckt, das verschenkt er;
wenn ich mich da nicht verschätz`.
Hier
werd ich nicht sauber und saftig,
vom Öl vergeht meine Kraft.
Viel besser schwimm ich wahrhaftig
bei Zechern im Magensaft!
(Trutzhart
Irle)
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