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Festmahlzeiten
Nun
kommt die Zeit, da sich der Magen
vom großen Schlag erholen muß,
und dennoch hört man jeden sagen:
"Das Festmahl war ein Hochgenuss!"
Es
läßt sich vage nur vermuten,
was da den Schlund herunterfuhr
an wilden Schweinen, Gänsen, Puten
an Sekt, Wein, Bier und Whisky pur.
Nun
wälzt sich stöhnend auf dem Lager
mit seines Leibes Übermaß,
wer nicht armselig, karg und mager
nur Haferbrei zum Frühstück aß.
Mit
edlen Lachsen, fetten Aalen
befaßte man sich zielbewußt;
jetzt stöhnt man auf in großen Qualen
vor Schmerzen unterhalb der Brust.
Uzaratropfen,
Magenbitter
versucht man gegen solches Weh,
es folgt sodann ein halber Liter
von aufgebrühtem Fencheltee.
Und
schließlich folgen Fastenkuren;
es schrumpft der ganze Unterleib.
Man gönnt sich nur noch Nahrungsspuren;
welch miserabler Zeitvertreib!
Doch
eines konnte man erreichen:-
Durch Kleie, Gurken und Salat,
durch Selterswasser, Haferbreichen
man endlich abgenommen hat.
Nun
kann man wieder fröhlich singen
und laufen über Berg und Tal,
doch freut man sich vor allen Dingen
schon auf das nächste Festtagsmahl !!!
(Trutzhart
Irle)
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