Lyrik und Poesie
- Gedichte zur goldenen Hochzeit -

Verse und Reime für das 50. Ehejubiläum

- Gedichte zur goldenen Hochzeit -

Hier finden Sie eine schöne Sammlung zum Thema: Gedichte zur Goldenen Hochzeit. Diese Gedichte eignen sich hervorragend zum Vortragen auf der Feier oder für Glückwünsche auf einer Glückwunschkarte.

Geschmückter Hochzeitstisch


Wir gratulieren ...
(Friedrich Morgenroth)


Wir gratulieren unserem Elternpaare/Ehepaare,
um das sich mit Recht heute alles dreht,
und dass nun ____ lange Jahre
gemeinsam durch ein reiches Leben geht.

Wir danken für die Liebe, Sorge, Treue,
mit der ihr uns geleitet und geführt.
Und unser Wunsch soll sein, dass ihr aufs Neue
die Dankbarkeit unserer Herzen spürt.

Bleibt stets gesund, bleibt zuversichtlich heiter,
und bleibt uns das, was ihr wart und seid.
Dann geht das Leben miteinander weiter
in schönster Freude und Verträglichkeit.

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Trinkspruch zur goldenen Hochzeit
(Aus dem 19. Jahrhundert)


Einst wanderte ein Ehepaar
auf schönen grünen Auen;
ihr grünes Kränzlein in dem Haar
war lieblich anzuschauen.

Frisch zog es 25 Jahr'
bis zu dem Silberthrone;
ein Silberkränzlein für ihr Haar
ward billig ihr zum Lohne.

Nun denkt, noch einmal ging's so weit
bis zu der goldenen Höhe,
dass unser Auge die Herrlichkeit
der goldenen Hochzeit sehe.

So segnete euch Gott denn ewiglich!
Lasst Frohsinn euch umschweben.
Wir aber rufen freudiglich:
Das goldene Paar soll leben!


Verehrtes Paar, das fünfzige ...
(Aus dem 19. Jahrhundert)


Verehrtes Paar, das fünfzig Jahre
die Treue und das Leid geteilt,
das lieblich noch im Silberhaare
gern in dem Kreis der Jugend weilt,
dir bring ich, und es teilen alle
des schönen Augenblickes Lust,
mit hoch geschwungenen Pokale
ein Lebehoch aus voller Brust!


Ein seltenes Glück ward heute ...
(Aus dem 19. Jahrhundert)


Ein seltenes Glück ward heute euch beschieden,
ein Fest, vom Himmel vielen nicht beschert;
ihr habt es erlebt und Freude, Lust und Frieden
als Lohn für euren treu erprobten WERT.

Es ist der Segen, den euch Gott gegeben,
der würdig beide euch des Glückes fand,
das Fest der goldenen Hochzeit zu erleben;
es ist der Preis der Tugend zuerkannt.

Ihr wisst die Herzen freundlich zu gewöhnen,
sich liebend eurem Dienste gern zu weihn;
den Abend eures Lebens zu verschönen,
soll immer unser einzig Streben sein.

Wir kommen erfurchtsvoll, euch zu begrüßen,
mit tausend Wünschen, eurem Heil geweiht;
Der Zukunft Tage möge Gott versüßen
und euch erhalten uns noch lange Zeit!


Wer treulich liebt ...
(Emanuel Geibel)


Wer treulich liebt,
hat hohen Mut,
er weiß, er steht in Gottes Hut,
ihn schützt sein starkes Walten,
und mag er wandeln übers Meer,
die Engel schreiten um ihn her,
ihn über den Wogen zu halten.

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Ein Ehestand ist alsdann beglückt ...
(Christian Fürchtegott Gellert)


Ein Ehestand ist alsdann beglückt,
wenn eins sich an das andre schickt,
wenn eins das andre liebt uns scheut,
er nicht befiehlt, sie nicht gebeut,
und beide so behutsam sein,
als wollten's erst einander frei'n.


Und ging auch alles um und um ...
(Theodor Fontane)


Und ging auch alles um und um,
in dir, in mir, ich lieb dich drum,
ich lieb dich drum, weil du mir bliebst,
ich lieb dich drum, weil du vergibst,
ich lieb dich, ach, warum "Warum"?
Und blieb auch meine Lippe stumm,
ich lieb dich drum, weil du mich liebst.

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Zur goldenen Hochzeit
(Franz Grillparzer)


Golden, silbern, eisern, ehern
Nennt die Alter man der Welt,
Und zum niedern von dem höhern
Schreitet fort sie, wird erzählt.

Doch der Mensch in unsern Tagen
Sieht die Alter sich verkehrt!
Jugend, sie schon Sorgen plagen,
Zeigt nun eisern ihren Wert.

Erzgewappnet geht das Leben,
Selbst die Liebe wird zum Streit,
Und dem stets erneuten Streben
Liegt der Ruhe Glück so weit.

Erst nach durchgekämpften Jahren
Lacht das Schicksal wieder hold,
Und mit Silber in den Haaren
Wird die Zeit, die Ehe - Gold.

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Dankeschön
(Johannes Grohmann)

Ein wunderbarer Vortrag des Ehegattens für seine Frau bei der goldenen Hochzeit

So als Frau hat man es schwer
rennt andauernd hin und her.
Drum hätt ich gerne mal erzählt
paar Einblicke in die Gedankenwelt:

Streicheln hier, dort Nase putzen
Staubsauger und Fit benutzen,
ans Essen denken und ans Geld
die Kinder noch mal durchgezählt.
Dort wird der Schnuller schwer vermisst,
hier schnell den Gatten noch geküsst,
was war noch vorhin mit dem Essen?
Den Kuchen nachher nicht vergessen!
Ne neue Windel für das Kind
seh´n dass die Pampers alle sind!
"Ob die Wäsche fertig ist?
Draußen regnet s, so ein Mist,
wo hänge ich das Zeug jetzt hin,
auf den Boden hat kein Sinn.
Die Kinder reif für Mittagruhe,
o Gott ich brauch noch neue Schuhe,
wo gabs die gleich im Angebot,
nehm ich blaue oder rot?
Egal, jetzt die Kinder schnell ins Bett,
dann mach ichs mir erst mal nett."

Sind die beiden wieder munter
geht's mit ihn´n die Treppe runter,
rein ins Auto, angeschnallt,
"Mein Gott ist die Karre alt,
Schlüssel rumgedreht und dann--??
Was´n Glück - heut springt er an.
Hier muß auch was Neues her,
für wenig Geld, das wird schon schwer.
Rote Schuhe wärn schon schön,
muß ich nachher noch mal sehn.

Habe ich alles auch dabei,
nichts vergessen? Wär nicht neu.
Der Geburtstag von der X
ist doch morgen, hab noch nix
als Geschenk, ne Kleinigkeit,
schaffe ich sicher, ist noch Zeit,
aber was, ist nicht ganz klar,
was schenkte ich denn letztes Jahr?
Und Weihnachten kommt auch bald ran
dieser Streß dann, Mann o Mann!

Warum ist hier gerade Stau
fahre doch du dumme.!"
Wie schnell doch so die Zeit verrinnt
"Wir sind fast da, mein liebes Kind,
Laß den Lutscher unten liegen
kannst gleich einen neuen kriegen!"
Wo hab ich jetzt die Lutscher bloß
in der Tasche ist was los,
das blanke Chaos, alles voll,
wer hier bloß was finden soll."

Auf dem Spielplatz eingetroffen
ist der vom Regen abgesoffen
und die Kinder quengeln, wein´n
da fällt ihr sicher schnell was ein.
"Kinder wollt ihr heut ein Eis?"
Drauf sind die natürlich heiß,
Man setzt sich in das Cafe rein
da fällt den Kindern doch was ein:
"Is alleine Eis will haltet!"
was sehr schwierig sich gestaltet,
Ein bisschen nur der Mund abkriegt,
der Rest dann auf der Jacke liegt.
"So wie ihr ausseht, bitte schön,
könn wir nirgendwo hin geh´n!
Geschenke kaufen fällt heut aus
kommt Kinder, ab - wir gehen nach Haus!"

Wenn man dann auch noch so rennt
ist der Kleene eingepennt
die Große ist total k. O.
und benimmt sich logisch so.
Er noch munter, sie schon breit
zum Glück ist dann bald Schlafenszeit.
So sahen manchmal, welch ein Graus
Martina ihre Tage aus.

Weil "Frau" auch ständig reden muß
war sie oft fertig auf die Nuß.
Wie sie das gemeistert hat
ist eine Leistung, in der Tat.
Auch heute noch das gleiche Bild
nur ist es nicht mehr ganz so wild,
Da sind die undankbaren Sachen:
putzen, was andre dreckig machen,
wegräum´ was den Weg versperrt
obwohl mans nicht dahin gezerrt.
Mit allen diesen Dingen
tut sie so ihren Tag verbringen.

Hat "Mann" da etwas neu gemacht
so wird das stets mit Lob bedacht,
was du im Hintergrund getan
steht in dem Fall nicht mit dran.
Mit deiner Arbeit an den Tagen
hast du genug mit beigetragen.
Von dir war sicher die Idee
wenn ich das mal richtig seh.

Der Grundanstoß kam oft von ihr:
"Das wird hier anders, sag ich dir!
Den alten Müll, den reißt du weg,
nichts mehr mit dem Dreckversteck!"
Und weil es dann auch schneller geht
sie selber noch mit Hand anlegt.
So ists mit vielem was wir taten
der Neid sieht Blumen, nicht den Spaten.
Man sieht das Ergebnis nur da stehen
nicht das, was bis dahin so geschehen.

Doch heute hier an dieser Stelle
stell ich dich ins Licht, ins helle
Sag dir mal dolle danke schön
ohne dich würd es kaum gehen.
Dort uns erinnern und hin schubsen
uns mit der Nase da drauf stupsen.
Hast das Gefühl allein zu kämpfen
musst Erwartung´n ständig dämpfen.
Doch denke ich, es kommt schon hin
wir sind da ein ganz gutes Team.
Genug gedichtet, ist jetzt gut
ich zieh vor Dir noch mal den Hut
Präsentier dir meine letzten Haare,
wünsche uns noch viele Jahre
so wie in der Vergangenheit
mit Glück und viel Zufriedenheit.
Wenn auch nicht viel wie früher blieb
nur eines doch: Ich hab dich lieb!


Es war einmal. vor 50 Jahr. so fangen viele Märchen an!
(von und mit dem "Bonsai Fischer Chor" alias "de Posbüggele")


Fröher planzte me em Jaade Aäpele, Kappeskapp und Schloot,
höck sitt me nur noch Strüch on Blome, dat fönge me net jot.
Et ös zwar schön, dat muss mer sare,
doch ös dat nix für ose leere Mare.
Och soß me fröher no däm haade Werk,
e Piefje rochend für dem Jaadezwerch.
Domols woren Liev on Siel intakt,
me broot och keene Psychopat.
Ja, das war ne schöne Zeit,
drum singen wir mit Wehmut heut:

REFRAIN

Melodie: Jingle Bells (2x singen)
Wieße Kappes, rude Kappes, Ääpele mit Schloot,
jov et noch zu Omas Zigge, on dat schmat os joot.

Melodie: Prima prima Prömmche (1x singen)
Höck, do jit et rude Kappes,
morje Ääpele mit Schloot,
Sonndachs jit et für die Jäste,
von däm weiße Kappes Schloot.

Für Johre heeß et, wenn dat Fröhjohr naht,
papp, mach de Pädäppelstonn parat.
Die Ärbet bruch me höck nit mie zu mache,
en jedem Lade jit et prima Düngesache.
On wer hät höck noch Enmachbonne en sengem Keller,
nee, stattdesse moß der Sparjel op de Teller.
Ja, das war ne schöne Zeit,
drum singen wir mit Wehmut heut:

REFRAIN

Wer well höck överhaup noch brassele,
nee, me mät et sich bequem.
Statt Jaade heeß et Urlaub mache,
on keene bliev mieh jähn doheem.
Watt solle mir mit däm Kappes mache, wat solle mir dann domet donn?
Mir fleje leever en de Süden, on läje os do in de Sonn.
Die Jaadeärbet hürt me, bränk os keene Säje,
denn ös die Ernte riev, dann kütt dä gruße Räje.
Ja, das war ne schöne Zeit,
drum singen wir mit Wehmut heut:

REFRAIN

Dat Jubelpaar bes höck noch hät,
noch jedes Johr dä Sohm jesäht.
Bioschloot und vell Jemöös,
mögt Ihr jähn und fast ommesöss.
Su ös dat hück noch immer Brauch,
die große Liebe jeht dörch dä Bauch.

(Nachname) sin om neueste Stand
Möm Holder un däm Sauzahl treck (Name des Mannes) dörch dat Jaadeland.
(Name der Frau) freut sich immer sehr
Wenn (Name des Mannes) jet bränk us dem Jaade her.
Doch eines könnt ihr all he jlööve,
(Name der Frau) es äver och ene sier joode "Jaadekröffe"

(Name der Frau) treck wunderschöne Bloome von Viöllche bis Kresse,
do kannst du "Kurts P" un "Bloome Risse" jlatt verjesse.
Un besöks du im Sommer ens et (Name der Frau)
Da schneck et dir fresche Blömche . en jelb, blau un in ruud.
Nemm dir doch ene Schloot noch met,
domet et (anderer Frauenname) für höck Meddach jet hät.
Ja, das ist ne schöne Zeit,
drum singen wir voll Freude heut:

REFRAIN

Su maaht ihr zwei dat schon 50 Johr.
Erstaunlich . ihr hat noch beide all ühr Hoohr.
Ihr hat üch övverhaupt noch jood jehaale,
trozdem ihr erdrare mooht innije Quale.
Nun wünschen mir noh däm "Joldene Fest"
Soll et üch richtich joot john für dä Lebensrest.

Dass Ihr feiert das schöne Fest finden wir sehr gut.
Doch wir wissen alle, wenn du es bezahlen musst, wie weh das tut.
Drum haben wir uns ausgedacht,
wir lösen das Problem über Nacht.
Wir legen zusammen bis auf den letzten Cent,
damit ihr keine Not habt auf eurem Event.
Was übrig bleibt, bringt es nicht auf die Bank.
Ladet uns lieber ein, sicher ist Euch unser Dank.
Ja, das ist ne schöne Zeit,
drum singen wir voll Freude heut:

REFRAIN

Wir danken für das schöne Fest, es hat uns sehr gefreut,
mit Euch zu feiern, das hat noch nie gereut.
Herzlichen Glückwunsch, alles Gute und viel Glück
Von der Sunnyside des Lebens stets ein kleines Stück.
Das wünschen Euch von Herzen, so soll es immer sein,
der Club der Monatsletzten und der Verfasser, der Hein.
Ja, das ist ne schöne Zeit,
drum singen wir voll Freude heut:

REFRAIN