Lyrik und Poesie
- Gedichte und Sketche -

für viele Gelegenheiten

Gedichte und Sketche zum Vortragen für verschiedene Anlässe - Die Liebenen

In den Flitterwochen: Ein ganz normales Gespräch unter Liebenen.

Die Flitterwochen

Anni: Ewald, Ewald, komm' doch schon, die Sonne scheint so herrlich. Wo hast du denn die Liegestühle?
Ewald: Ja, Anni, ich bring sie schon!
Anni: Kannst du ihn mir ganz flach machen, weil es doch ein Liegestuhl ist.
Ewald: Ja, selbstverständlich liebe Anni, bitte!
Anni: Ach, Ewald, bitte, bringe mir doch noch ein Kissen. (Ach, wie ungeschickt diese Männer doch sind!) Ewald!
Ewald: Ich bin ja schon da!
Anni: Danke! Ach, Ewald, bevor du dich setzt, guck doch bitte nach, ob der Koffer zugesperrt ist!
Ewald: Mach ich!
Anni: Aahh, diese herrliche Sonne. Ewald, Ewald, wo bleibst du denn, Ewald?
Ewald: Ich bin ja schon da, der Koffer ist zugesperrt!
Anni: Ach, Ewald, das beruhigt mich aber. Ewald, warte einen Augenblick, bevor du dich setzt. Kannst du mir nicht meine Zeitschrift bringen? Ich muss den Artikel über gesunde Haarpflege noch einmal lesen, er war ja so interessant. Wo steckst du denn, Ewald?
Ewald: Hier bin ich schon, hier ist die Zeitschrift und für mich habe ich ein Buch mitgebracht.
Anni: Ach, das solltest du doch nicht, du könntest dir noch die Augen verderben. Bring es doch lieber wieder fort, zurück ins Zimmer.
Ewald: Ach, Anni, du bist so besorgt um mich, ich bring's wieder fort.
Anni: Ja, wirklich, die Männer sind wie Kinder, immer muss man für sie denken. Ewald, komm, setz dich doch endlich nieder und entspanne dich, aber hole dir noch vorher noch eine Decke aus dem Zimmer. Ewald, Ewald, ach, bitte bring mir doch auch eine für die Füße!
Ewald: Ja, ach ja. Entschuldige, dass ich auch nicht gleich daran gedacht habe.
Anni: Ja, wo ist denn dieser Artikel nur, ich kann ihn gar nicht finden, ah, da ist er ja...
Ewald: Ja, da bin ich schon!
Anni: Ach, immer denkst du nur an dich, ich suche den Artikel. Hast du die Decke?
Ewald: Ja!
Anni: So lege sie mir über die Füße und leg dich endlich hin, du machst mich ganz nervös.
Ewald: Ja, natürlich!
Anni: Ach, einen Moment, Ewald, bevor du dich hinlegst, mach mir den Liegestuhl etwas höher, ich kann so gar nichts lesen!
Ewald: Aber natürlich, liebe Anni, mach ich das so.
Anni: Du hättest gleich daran denken können! Danke! Ewald, Ewald!
Ewald: Ja, was ist denn?
Anni: Guck doch nur, eine Fliege!
Ewald: Ja, wo?
Anni: Die stört mich, bitte fang sie!
Ewald: Ja, natürlich!
Anni: Nicht zerquetschen, Ewald, nein, ach, das ist zu grausam. Trag sie ins Zimmer und spül sie im Ausguss herunter!
Ewald: Aber natürlich, liebe Anni!
Anni: Ist das ein Unruhegeist! Ewald! Komm, leg dich nieder!
Ewald: Ja!
Anni: Ewald?
Ewald: Ja?
Anni: Hast du Fliege auch wirklich heruntergespült?
Ewald: Ja, natürlich, Anni, wieso?
Anni: Da brummt sie wieder!
Ewald: Das muss eine andere sein!
Anni: Ach, die sieht der ersten aber so ähnlich! (Ewald springt auf und will sie fangen)
Anni: Ewald, Ewald, was machst du denn?
Ewald: Ich will sie fangen!
Anni: Ach, weißt du, sie stört mich eigentlich gar nicht, leg dich nur wieder hin!
Ewald: Gern, Anni! (Glockengeläut im Hintergrund)
Anni: Die Glocke in der Ferne, Kaffeezeit. Räum bitte die Liegestühle wieder fort!
Ewald: Ja!
Anni: Diese Ruhepause war herrlich!
Ewald: Und wie!
Anni: Fühlst du dich nicht auch neu gekräftigt, lieber Ewald?
Ewald: Sicher liebe Anni, wie nach dem Frühsport!
Anni: Ach ja, du kannst ja auch nicht einen Moment still sitzen bleiben und das nennst du dann erholen!

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