Lyrik und Poesie
- Gedichte und Sketche -

für viele Gelegenheiten

Gedichte und Sketche zum Vortragen für verschiedene Anlässe - Stuhlgang

Der Stuhl: Ein amüsanter Sketch über einen Arztbesuch.

Der Stuhl

(Diese Geschichte kann einzeln oder auch mit mehreren Personen vorgetragen werden. Wobei die Geschichte mit unterschiedlichen Stimmen am besten ankommt.)

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame möchten wir heute die Geschichte vom Stuhl erzählen.

Hier ist sie:

Eine biedere Frau aus dem Volke verspürte Bauchweh und beschloß, einen Arzt zu konsoltieren. Der gute Doktor untersuchte und betastete sie. Er schüttelte weise sein Haupt und sagte "Liebe Frau, bringen Sie mir morgen mal Ihren Stuhl!"

Die Frau, nennen wir sie mal Emma, wnkte mit leiderfüllten Antlitz nach Hause und sagte zu Ihrem Mann: " Das ist vielleicht ein komischer Doktor. Ich soll ihm ein von unseren Stühlen bringen. Aber die sind doch so zerschlissen, dass wir uns blamieren müssen. Was sollen wir tun? "

Karl, der Ehemann, wußte Rat: "Unser Nachbar hat doch neue Möbel bekommen. Leihen wir uns einen seiner Stühle."

Am nächsten tag saß Emma mit dem flammneuen Nachbarstuhl im Wartezimmer. Als sie ins Sprechzimmer trat, fragte der Arzt erstaunt, was sie denn mit dem Stuhl wolle. "Aber Herr Doktor, Sie haben mir doch gesagt, ich solle den Stuhl mitbringen."

"Liebe Frau, Sie haben mich falsch verstanden. IHREN Stuhl brauche ich." Emma ging zerknirscht nach Hause.

"Karle, der Arzt ist ein schlauer Mann, den kannst Du nicht auf dem Arm nehmen. Der hat gleich gemerkt, dass das nicht unser Stuhl ist." "Na Emma, dann gehste morgen wieder hin und nimmst in Gottes Namen einen von unseren Stühlen mit."

Am nächsten Tag betrat Emma wieder das Sprechzimmer. Der Arzt fuhr hoch "Was in Dreiteufelsnamen, bringen Sie mir denn jetzt?" Emma erwiderte weinerlich "Aber, Herr Doktor, das ist aber bestimmt einer von unseren Stühlen, glauben Sie mir!"

"Herrgott sind Sie schwer von Begriff! Ich habe kein Interesse an Ihren Möbeln - ich brauche Ihren Stuhl, Ihre Exkremente!"

Nun heulte Emma los und fragte " Ich weiß doch nicht, was das alles ist, Herr Doktor!"

Seufzend setze sich der Arzt wieder hin. "Nun gut, dann muss ich es Ihnen eben auf gut Deutsch sagen. Ich brauche Ihre Schei.....! Sie muss untersucht werden. Kommen Sie also in drei Wochen wieder und bringen Sie sie mit. Ich fahre jetzt erstmal in Urlaub!"

Die drei Wochen zogen ins Land. Als sie endlich vorüber waren, sagte Emma an einem warmen Sommermorgen zu ihrem Karl "So, Karle, jetzt ist es endlich so weit. Jetzt gehen wir zum Doktor, und er wird sich freuen, dass ich ihn richtig verstanden habe. Du trägst die zwei Koffer und ich nehme die Eimer."

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