Willkommen auf der Gedichtemeile
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Muttertagsgedichte

- Gedichte, Verse und Reime zum Muttertag -

An meine Mutter (Eduard Mörike) ~ Muttertag (Eingesendet von Gertrud Lener) ~ Mutter hat immer ...(Annette von Droste-Hülshoff) ~ Heimat (Richard Dehmel) ~ Kein Vogel sitzt ... (Friedrich Güll) ~ Ich seh die andern all ... (Friedrich Güll) ~Liebe Mutter, nimm als Gabe ... (Volksgut) ~ Glückwünsche zum Muttertag (Volksgut) ~ Zum Muttertag (Friedich Morgenroth) ~ Liebe Mutter (Volksgut) ~ Die mich einst ... (Novalis) ~ So nimm ... (Annette von Droste Hülshoff) ~ Mutter schallt es immerfort (Johannes Trojan) ~ Muttertrost (Hermann Allmers) ~ An meine Mutter (Robert Reinick) ~ An Loise (Joseph Freiherr von Eichendorff) ~ Wie sprech' ich nur die Mutter an (Alexander Petöfi) ~ Im Buch des Lebens (Wolfgang Müller von Königswinter) ~ Für die Mutter (Karl Enslin)

 

Bin ich

Bin ich in später Nacht allein,
wenn alles ruht, wenn alles schweigt,
o wie sich dann mein ganzes Sein
zu dir mit Macht hinüberneigt!
Und wieder kommt dein liebes Bild,
hold lächelnd wie in jenen Tagen,
und nickt mir zu, als spräch es mild:
"Mein armer Junge, laß dein Klagen!
Noch bist du mein, noch bin ich dein,
schütt aus dein Herz an meinem Herzen,
vergessen wirst du alle Pein
und alle noch so herben Schmerzen." -
Eins hast du oft dies Wort gesagt,
mich dann gestreichelt und umschlungen,
wenn ich in trüber Zeit geklagt,
wenn ich mit Sorgen bang gerungen.
Nun bist du fort, nun bist du fern,
wie hat sich alles nun gewendet,
doch bist du immer noch ein Stern,
der seine schönen Strahlen sendet,
denn immer kommt dein liebes Bild,
hold lächelnd wie in jenen Tagen
und nickt mir zu, als spräch es mild:
"Mein armer Junge, laß dein Klagen!"

(Herrmann Allmers)

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